#12 Mit dem Rücken zur Wand: Wie aus der Krise unternehmerische Freiheit wurde
Shownotes
Von der bilanzellen Überschuldung zum besten Umsatzjahr der Unternehmensgeschichte – und das in nur 1,5 Jahren.
In dieser sehr persönlichen Folge sprechen Thomas & Hendrik mit einem langjährigen Kunden, der einst kurz vor der Insolvenz stand. Mit dem Rücken zur Wand musste er eine Entscheidung treffen – und hat sich für Unterstützung durch die kws entschieden.
Gemeinsam blicken wir auf eine beeindruckende Entwicklung zurück: Wie sich durch konsequente Beratung, den Austausch bei unseren Events, Schulungen im Bildungszentrum und klare Prozesse im Praxismanagement ein einst kriselndes Unternehmen in eine wirtschaftlich starke und persönlich freie Praxis verwandeln konnte.
💬 Du erfährst unter anderem: – Wie sich echte Unternehmerpersönlichkeit entwickelt – Welche Rolle Training, Preisstruktur und Führung dabei spielen – Warum Veränderung nur dann funktioniert, wenn man wirklich bereit dafür ist
Diese Folge ist für alle Praxisinhaber:innen, die spüren, dass mehr möglich wäre – sich aber bisher nicht trauen, den ersten Schritt zu gehen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: von deinem Statuskur vor anderthalb Jahren, dass du zu uns gekommen bist,
00:00:04: dich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt hast.
00:00:07: Nicht nur in deiner Persönlichkeit, sondern in der gesamten Unternehmung.
00:00:11: Das möchte ich heute mal nach außen stellen.
00:00:13: Ende 23 war ich dann hier zur Potenzialanalyse,
00:00:15: weil ich tatsächlich mit dem Rücken vor der Wand stand.
00:00:19: Und, ähm, genau, ich drohte wirklich eine Insolvenz,
00:00:24: kann man es sagen. - Ja.
00:00:26: Zumindest der Tatbestand, also es war dann eine bilanzielle Überschuldung.
00:00:29: Das ist dann noch mal so ein spezieller Bereich,
00:00:31: wir hatten zwar Mitglieder, aber die Umsätze passen halt nicht mit den Ausgaben.
00:00:35: Und da ist dann halt ganz, ganz viel privates Geld noch mit reingeflossen,
00:00:39: um das Ganze halt aufrechtzuerhalten.
00:00:41: Weil da schon auch immer der Glaube dran war, dass es halt richtig und wichtig ist,
00:00:45: dass die Menschen halt langfristige Lösungen halt nutzen.
00:00:47: Das war eben auch für zukunftsfähig, auch für unseren Beruf Physiotherapie.
00:00:52: Wenn man es so gestaltet, ausgestalten darf,
00:00:54: so wie du es gerade ansprichst, aber dafür brauchen wir halt Strukturen.
00:00:57: Weil das, was du vorher gelebt hast, was nicht funktioniert,
00:01:00: war das alte Geschäftsmodell, du hast es ja einfach nur übernommen.
00:01:03: Das, was du kennengelernt hast, was du übernommen.
00:01:05: Da hat dich dann ja schon fast dahingebracht,
00:01:09: dass du sagst, ich muss hier die Fahne einziehen.
00:01:11: Eigentlich geht es jetzt ja dann in die Richtung,
00:01:14: was du dir vielleicht am Anfang deiner Selbstständigkeit vorgestellt hast.
00:01:17: Ja, 14 Jahre später. - Ja.
00:01:19: Ja, 14 Jahre später.
00:01:22: Okay, aber Hauptsache ist passiert,
00:01:24: für alle, die da draußen sind und neu gründen wollen,
00:01:27: also macht nicht dieselben Fehler.
00:01:31: Herzlich willkommen zum KWS-Podcast.
00:01:42: Wir, die KWS-Unternehmensberatung, haben es uns zur Aufgabe gemacht,
00:01:45: Physiotherapiepraxen dabei zu unterstützen,
00:01:47: sich professionell, profitabel und mit Perspektive aufzustellen.
00:01:51: In diesem Podcast möchten wir so viel wissen,
00:01:53: wie möglich aus unserer Gemeinschaft von über 150 Therapiepraxen
00:01:57: mit euch teilen und dadurch ein besseres Morgen in der Therapie schaffen.
00:02:00: Viel Spaß beim Zuhören.
00:02:02: Hallo, Thomas. - Hallo, Hendrik.
00:02:09: Wie sieht's aus heute Morgen? - Boah, ich bin voller Energie.
00:02:13: Wir haben schon Kaffee getrunken, wir sind wieder früh am Start.
00:02:16: Und ich hab richtig Bock auf die Folge.
00:02:19: Das wollte ich hören, mir geht's ähnlich.
00:02:21: Du könntest mich ja fragen, wie mein Wochenende war.
00:02:24: Wie war dein Wochenende? Du hast viel zu erzählen, hast du viel erlebt?
00:02:28: Tatsächlich, ich hab nur so am Rande.
00:02:32: Ich würde sagen, das war so mit das beste Fußballspiel,
00:02:36: was ich seit langen, langen, langen gesehen hab.
00:02:38: Ich will jetzt nicht vielleicht sagen, ich bin auch schon älter,
00:02:42: es war das aller, allerbeste, das wäre vielleicht ein bisschen anmaßend.
00:02:46: Aber es gehört auf jeden Fall zu den Top-5-Spielen,
00:02:48: die ich jemals gesehen habe. Ich weiß nicht, ob du das auch gesehen hast.
00:02:52: Boah, ich krieg jetzt noch Gänsehaut hier, wenn ich nur daran denke.
00:02:57: Weil, ableitend daraus, finde ich, kann man sogar Sätze finden
00:03:02: für den Gast, den wir heute hier sitzen haben, neben uns.
00:03:05: Und ich hab mal so ein bisschen was dazu aufgeschrieben,
00:03:08: weil ich find, die haben so richtig so diese alten deutschen Tugnen
00:03:12: im Sport so gezeigt, unsere Frauen-Nationalmannschaft.
00:03:16: Disziplin, Einsatzbereitschaft, harte Arbeit zählt mehr als nur die Show.
00:03:20: Der Wille, sich kontinuierlich zu verbessern, das ist ja wirklich,
00:03:25: hat man ja gesehen, Verlässlichkeit, Teamgeist und Zusammenhalt.
00:03:29: Gemeinsam Ziel steht über dem Ego. Eure Freunde müsst ihr sein.
00:03:35: Und das hat man ja wirklich gesehen. Zehn waren es ja nur noch.
00:03:39: Zielstrebigkeit und das Letzte, das ist so einleiten vielleicht der Satz,
00:03:43: den ich mir notiert habe für unseren Gast.
00:03:45: Kämpferherz und mentale Stärke nie aufgeben, auch wenn es schwer wird.
00:03:50: Wow. - Das passt doch zu dem, der neben uns sitzt.
00:03:53: Das ist mal eine Vorstellung, die Christian gerecht wird.
00:03:56: Hallo, Christian. - Hallo, Hendrik.
00:03:58: Hallo, Thomas. - Hallo, Christian.
00:04:00: Ich bin fast so widersprachlos.
00:04:03: Vielen Dank für diese ganzen Möglichkeiten und diese Worte.
00:04:06: Es beschreibt schon ziemlich stark unser Team.
00:04:09: Und wir sitzen mehr im Podcast.
00:04:11: Und ich bin gespannt, wo sich die Reisehelden bewegt.
00:04:14: Christian, wir freuen uns, dass du da bist.
00:04:17: Ich habe das Spiel auch gesehen.
00:04:19: Und ich wollte sogar wirklich als Intro für diesen Podcast auch darauf hinaus,
00:04:23: weil ich doch weiß, wie sehr du den Frauenfußball magst.
00:04:26: Ja, aber wirklich auch die Mannschaft.
00:04:28: Weil sie all das verkörpert, was ich gerade gesagt habe.
00:04:31: Und das würde ich mir wünschen auch für alle Unternehmen am Ende.
00:04:34: Weil es ist ja an das, was sich jeder Unternehmer wünscht.
00:04:37: Sondern der eingeschweißte Gemeinschaft.
00:04:39: Und egal, was da passiert, und da ist ja eine Menge passiert,
00:04:42: das waren ja nach keinem mehr offiziellen Spielzeit.
00:04:46: Ja, und dann am Ende dann doch gewonnen und dieses nicht aufgeben.
00:04:50: Trotz der Umstände, die sich manchmal ergeben im Leben.
00:04:53: Ich meine, darum geht es doch.
00:04:55: Das war ein tolles Beispiel fürs Leben.
00:04:57: Definitiv. Hast du das Spiel auch gesehen, Christian?
00:05:00: Ich habe mir tatsächlich diese Zusammenfassung angeschaut.
00:05:03: Ich habe es also nicht live miterlebt.
00:05:05: Aber das 11-Meter-Schießen hat mich schon echt gut gepackt.
00:05:08: Und Wasser am Zittern. - Ja.
00:05:10: Und dann hat mir die Zähne geputzt
00:05:12: und hat nur den Fernseher ganz laut gestellt.
00:05:14: Um nur zu hören, was passiert denn jetzt?
00:05:16: Weil ich konnte nicht mehr zuschauen. Echt.
00:05:18: Ich konnte nicht mehr zuschauen. Ich war fix.
00:05:20: Dann fängt sie das Ding. - Ja, geil.
00:05:22: Großartig, wundervoll.
00:05:24: Ich habe noch eine Frage für dich.
00:05:27: Die Folge, die wir ja gerade aufnehmen,
00:05:29: wird wahrscheinlich erst in 14 Tagen online gehen.
00:05:31: Wie ist deine Prediction für das Weiterkommen der Frauen?
00:05:34: Den meisten Frauen?
00:05:36: Ja, also für mich sind sie jetzt schon Europameister.
00:05:40: Und das Herzen.
00:05:42: Also das auf jeden Fall.
00:05:44: Und ich finde, alles, was jetzt kommt,
00:05:46: ist eigentlich nur noch ein Sahnehäubchen obendrauf.
00:05:49: Klar würde ich mir wünschen,
00:05:51: Sie würden jetzt noch mal ein weiteres Wunder vollbringen.
00:05:56: Aber es grenzt ja wahrscheinlich schon an einem Wunder,
00:05:58: wenn man jetzt sagt, okay, Sie hauen die Spanier auch weg.
00:06:01: Also ich würde es mir wünschen.
00:06:03: Ich bin da ganz positiv.
00:06:05: Aber für mich sind sie jetzt schon, wie gesagt,
00:06:07: Europameister der Herzen.
00:06:10: Ich bin gespannt, ich glaube, wenn die Folge online geht,
00:06:12: steht das Ergebnis schon,
00:06:14: ist Deutschland Europameister.
00:06:16: Rinnen, rinnen, ja.
00:06:18: Okay, super.
00:06:20: Ihr werdet es sehen.
00:06:22: Christian sollte sich auch noch mal ein bisschen vorstellen,
00:06:24: was er so machte, warum er jetzt hier ist.
00:06:26: Willst du dich einmal kurz vorstellen?
00:06:29: Gerne, also ich bin Christian aus Mönchengladbach.
00:06:31: Bin Inhaber der Bewegungsfreiraum,
00:06:33: Physiotherapie und dem Aktivstudio.
00:06:35: Ich bin 41, habe eine Familie mit einer Tochter
00:06:41: und einem Hund inzwischen.
00:06:43: Und darf heute hier sein.
00:06:45: Ich darf heute hier sein,
00:06:47: um ein bisschen über meinen Werdegang zu sprechen,
00:06:51: im Sinne von, wie hat das früher mal angefangen
00:06:54: und was hat sich in den letzten 1/2 Jahren entwickelt?
00:06:57: Ja, also ich finde, es gibt nichts Besseres,
00:06:59: als durch Zeugen überzeugen.
00:07:01: Und wir erzählen ja immer hier viel.
00:07:04: Du bist heute hier,
00:07:06: weil du von deinem Statuskur vor 1/2 Jahren zu uns gekommen bist,
00:07:10: dich in dieser Zeit enorm weiterentwickelt hast.
00:07:13: Nicht nur in deiner Persönlichkeit, sondern in deiner gesamtes Unternehmen.
00:07:16: Und das möchte ich heute mal nach außen stellen.
00:07:19: Danke, dass du das zulässt, dass du da so offen bist.
00:07:21: Erzähl uns doch einfach mal,
00:07:23: wie sah es vor 1/2 Jahren aus,
00:07:25: bevor wir dich begleiten durften,
00:07:27: coachen durften.
00:07:30: Wie war da der Status quo?
00:07:32: Ich würde gerne erst noch mal einen Schritt weiter nach hinten.
00:07:35: Wie bist du überhaupt in die Physiotherapie gekommen?
00:07:38: Und wie hast du dich selbst gemacht?
00:07:40: Okay, das muss ich wirklich weit ausholen.
00:07:42: (Lachen)
00:07:44: Ich hab mein Abi gemacht,
00:07:46: bin ein Semester in Aachen an der RWTH gewesen,
00:07:48: habe Physik studiert.
00:07:51: Das hat mir dann nicht so ganz gepasst,
00:07:53: weil wahnsinnig viele Dinge eingeschränkt waren.
00:07:56: Ich hatte wirklich wenig Zeit, mein Sport zu machen,
00:07:58: kommen aus dem Leistungsschwimmen.
00:08:00: Und ja, irgendwie ist mir so meine Welt eingebrochen damals.
00:08:04: Physik habe ich so schnell abgewählt in der Schule, ne?
00:08:07: Sobald das Ging war, da draußen.
00:08:09: Ja, aber es macht schon Spaß.
00:08:11: Ja, ist interessant.
00:08:13: Die Mathematischen war es schon ganz gut.
00:08:15: Und dann musste ich mir natürlich irgendwas suchen.
00:08:17: Dann war Physiotherapie, weil ich selber als Leistungssportler
00:08:20: natürlich dann auch meine Schulterprobleme hatte.
00:08:22: Mit 17, 18 bin ich zur Physiotherapie gekommen
00:08:24: und fand das immer sehr, sehr spannend.
00:08:26: Ich habe mich dann relativ schnell
00:08:28: durchgedrückt und bin dann durch die Ausbildung durchgegangen.
00:08:32: War dann zwei, drei Jahre angestellt
00:08:37: in verschiedenen Unternehmen
00:08:39: und auch meine Erfahrungen da machen können.
00:08:41: Und habe dann schon festgestellt,
00:08:44: dass ich mir bestimmte Dinge anders vorstelle.
00:08:46: Und habe dann angefangen, mich selbstständig zu machen.
00:08:49: Natürlich aus seiner RWTH raus,
00:08:51: dass ich das irgendwie besser konnte.
00:08:53: Und dann hat sich das eigentlich so entwickelt,
00:08:56: dass immer Mitarbeiter dazugekommen sind.
00:08:58: Bis wir dann 20, 21 kurz vor Corona,
00:09:01: dann so um die 15, 16 Mitarbeiter dann quasi schon mit dabei.
00:09:07: Hattest du da auch schon Training mit eingebunden?
00:09:10: Oder bist du gestartet mit Training und Therapie?
00:09:12: Ja, wir sind tatsächlich, wir haben dann 19 angefangen zu suchen.
00:09:16: Wir haben keine Räumlichkeiten gefunden, die passend waren,
00:09:19: bzw. hatten Probleme mit dem Bauamt.
00:09:21: Und haben dann erst 21, glaube ich, eröffnen können.
00:09:25: Und dann hatten wir wahnsinnige 2,5 Monate,
00:09:28: bevor dann Corona dann noch mal zwischendurch gestischt ist.
00:09:31: Da haben wir dann ja schon zwar auch mit Verträge vorher schreiben können,
00:09:36: aber da durfte man ja auch tatsächlich nur mit zwei, drei Leuten pro Stunde,
00:09:40: anderthalb irgendwie trainieren.
00:09:42: Schluss des Infektions und Maske.
00:09:44: Es war auf jeden Fall eine sehr, sehr harte Zeit, auch in der Therapie.
00:09:46: Zwei Jahre mit Maske durchzuballern und Patienten durchzuziehen.
00:09:51: Mit allen Auflagen bis später in die Nacht irgendwie zu hoffen,
00:09:54: dass irgendwelche Bestimmungen kommen, mit denen man irgendwie arbeiten kann.
00:09:58: Ja, und dann 23 haben wir, glaube ich, so ziemlich alle Krankheiten mitgenommen,
00:10:05: die wir 21 und 22 dann ja durch die Masken irgendwie abhalten konnten.
00:10:10: Das Team ist relativ viel ausgefallen.
00:10:12: Wir hatten also wirklich super viele Krankheitstage bis September,
00:10:15: dass es sowohl in der Praxis dann nicht so ganz gut lief,
00:10:17: aber auch im Studio hat sich nicht wirklich gut entwickeln konnte.
00:10:20: Und genau, Ende 23 war ich dann hier zur Potenzialanalyse,
00:10:25: weil ich tatsächlich mit dem Rücken vor der Wand stand.
00:10:29: Und genau, ich drohte...
00:10:31: Drohte wirklich eine Insolvenz, kann man das sagen?
00:10:35: Zumindest der Tatbestand, also es war dann eine bilanzielle Überschuldung.
00:10:38: Das ist dann nochmal so ein spezieller Bereich,
00:10:40: der auf dem Papier dann so darstellt, dass man eigentlich zu wenig Geräte da stehen hat,
00:10:45: zu wenig Kapital hat, um die Schulden aufzuwiegen.
00:10:48: Und der Steuerberater natürlich dann sagt, hey, pass auf,
00:10:50: wir brauchen halt eine Fortbestehensprognose durch den Rechtsanwalt,
00:10:55: damit ich überhaupt den Abschluss machen darf,
00:10:57: sonst wäre es dann halt Insolvenz-Tatbestand.
00:10:59: Also Existenzbeton?
00:11:01: Ja, absolut, absolut.
00:11:02: Also große Schulden natürlich dann nochmal für die Investition der Geräte.
00:11:07: Ich glaub, also knapp ein Jährchen vorher selber halt privat das Eigentum gekauft.
00:11:13: Also das Spagatswischenberuf und...
00:11:15: Ja, hab ich emotional und kräftemäßig halt sehr, sehr, sehr anstrengend
00:11:20: und ich brauchte definitiv Hilfe und irgendwie einen anderen Weg.
00:11:23: Gerade auch dann, wenn man ja so emotional oder auch so überladen ist,
00:11:26: hat man halt keine Chance, irgendwie einen klaren Gedanken zu fassen.
00:11:30: Also es gibt schon viele...
00:11:31: Klarflose Nächte, ne?
00:11:32: Ja, locker. Jede Nacht, ja.
00:11:35: Und dann bist du auf uns gestoßen?
00:11:38: Genau, ich hatte, ich glaube tatsächlich,
00:11:41: ich hatte euch schon im Facebook-Profil irgendwie schon,
00:11:43: irgendwie bin ich immer schon gefolgt,
00:11:45: da hab ich dich immer schon verfolgen können.
00:11:47: Da warst du schon auf viel unterwegs und hast ein paar Sachen gepostet.
00:11:51: Da war's, glaub ich, noch nicht so groß wie es jetzt ist.
00:11:53: Genau, und irgendwann hab ich das nochmal gesehen,
00:11:57: dann hab ich gedacht, okay, jetzt guckst du noch mal da.
00:12:00: Das war, glaub ich, auch tatsächlich im Urlaub.
00:12:02: Habe ich dann, glaub ich, in die Abends noch mal um 3 Uhr nachts
00:12:05: und irgendwann hab ich gesagt, okay, ich buch das jetzt, weil...
00:12:07: Das sind die besten Momente, immer.
00:12:09: Genau, und dann hab ich's gebucht, war dann halt hier zur Potenzialanliese
00:12:13: und wurde dann eingeladen, da mal zu checken.
00:12:16: Und das war schon sehr ernüchternd, das hab ich auch, ja.
00:12:20: Warum ernüchternd? Also, du hast dann los, warst hier am Ende,
00:12:24: ich glaub, du hast sogar mit meinem Bruder,
00:12:25: die den Erstkontakt gehabt, ne? - Genau, ja.
00:12:27: Und dann kam trotzdem danach eine Ernüchterung
00:12:31: oder währenddessen eine Ernüchterung.
00:12:33: Du bist ja dann in die Umsetzung gegangen, tatsächlich.
00:12:35: Hast du uns ein gewisses Vorvertrauen geschenkt?
00:12:38: Ja, tatsächlich, Brut ist auch auf Gegenseitigkeit.
00:12:41: Also, ich glaube, auch da falle ich wieder unter Bereich Sonderfall.
00:12:44: Ihr habt dann mal einen normalen klassischen Ablauf,
00:12:48: gerade auch, wenn das Trainingbereich dazugenommen wird,
00:12:50: dass das Team abgeholt wird, dass man das Ganze studiert aufbaut,
00:12:53: die Sales-Prozesse, etc. halt alles dazu bringt.
00:12:55: Und ich stand ja schon quasi mit der Pistole auf der Brust da
00:12:59: und hab immer pass auf, also, eigentlich, wenn ich mir beides anschaue,
00:13:02: das eine ist halt schon kurz vor Ende
00:13:04: und das andere läuft auch nicht so super rund.
00:13:06: Ich weiß gar nicht, wie ich das tatsächlich stemmen soll.
00:13:09: Und da hat man dann auch gesagt, pass auf.
00:13:12: Wir vertrauen auch da drauf, das kriegen wir bestimmt irgendwie hin.
00:13:15: Und genau, wir sind auch komplett anders gestartet,
00:13:19: glaube ich, als das so Standard ist.
00:13:21: Und genau, die Ernüchterung war so, okay, ich brauche Hilfe.
00:13:25: Rauche einfach Hilfe, weil ich nicht mehr in der Lage bin,
00:13:28: das komplett selber so in der Größe zu managen.
00:13:30: Und da hängt halt auch so wahnsinnig viel Privat einfach mit dran.
00:13:34: Wenn ich dir so zuhöre, dann fällt mir immer ein,
00:13:38: es ist schon teilweise krass, wie leidensfähig man so ist.
00:13:41: Weil dieser Weg, den du jetzt in zwei, drei Minuten hier beschilderst,
00:13:45: der hat ja ganz viel, sagen wir mal, Zeit und Geld und Energie gekostet.
00:13:50: Und am Ende einen großen Reibungsverlust auch.
00:13:54: Bevor man am Ende vielleicht mal das,
00:13:56: was ja eigentlich ein Therapeut so in sich trägt, mal zulässt.
00:13:59: Nämlich Hilfe zu Selbsthilfe, sich zu holen.
00:14:02: Ich weiß nicht, warum wir es immer so schwer haben
00:14:05: das mal einzugestehen, zu sagen, komm, ich geb mir mal Hilfe zu Selbsthilfe.
00:14:10: Ich hole mir jetzt mal wirklich jemanden.
00:14:12: Schon krass, ne? - Es ist schon sehr krass, ja.
00:14:15: Also, jetzt so rückblickend macht es gar keinen Sinn.
00:14:18: Ist schon so, dass man halt auch irgendwie ...
00:14:21: Also, ich kenne es auch aus dem Sport.
00:14:23: Ich meine, Schwimmen ist jetzt auch ein sehr leistungsintensiver Sport.
00:14:27: Was auch ein Trainer hat. - Genau, das ist ein Trainer da,
00:14:30: der Mende stellt den großen Teil, was die Trainingsplanung so weiter angeht.
00:14:34: Um dann nur performen, trainieren. - Mhm.
00:14:37: Um dann halt entsprechend auf den Wettkämpfen halt abzuliefern, ne?
00:14:41: Für uns bedeutet das, dass wir auf dem Ozean des Unternehmertums
00:14:45: dich begleiten, damit du durch alle Stürme auch gut fahren kannst, ne?
00:14:50: Ja, genau. Die Bandbreite war mir auch erst mal gar nicht ...
00:14:53: Bei Wasser zu bleiben. - Ja, bei Wasser zu bleiben.
00:14:56: Sehr schön, ja. Genau, und da wieder in den Fluss zu kommen.
00:15:00: Mhm. - Und das Ganze halt einfach auch dann mitzunehmen, ne?
00:15:04: Also, man musste ja wirklich alles loslassen.
00:15:07: Also, es blieb ja auch wahnsinnig nicht mehr übrig, ne?
00:15:10: Das erste war dann tatsächlich, dieses Studio wieder auf Kurs zu bringen.
00:15:13: Und ... - Also, im Trainingsbereich.
00:15:16: Im Trainingsbereich, genau.
00:15:17: Und wir hatten zwar mit wieder, aber die Umsätze passten halt nicht
00:15:21: mit den Ausgaben, und da ist dann halt ganz, ganz viel privates Geld
00:15:24: noch mit reingeflossen, um das Ganze halt aufrechtzuerhalten.
00:15:28: Weil da schon auch immer der Glaube dran war, dass es richtig und wichtig ist,
00:15:32: dass die Menschen halt langfristige Lösungen halt nutzen.
00:15:35: Und wir haben es früher halt natürlich wahrscheinlich,
00:15:38: auch wie viele andere, halt immer gemacht und gesagt, okay, was auf?
00:15:42: Du musst bitte weitermachen, such dir irgendwas, was du machen möchtest,
00:15:46: aber tu irgendwas.
00:15:47: Und ich glaube, da kennen auch die meisten Therapeuten die Erfahrung,
00:15:50: das funktioniert vielleicht noch in der Akutphase ganz gut.
00:15:54: Leute starten, und dann verlieren sie sich halt wieder in ihrem Alltag,
00:15:58: so wie wir halt auch.
00:15:59: Das hat mir eigentlich immer sehr, sehr viel Spaß gemacht.
00:16:02: Die Leute halt auch langfristig zu betreuen.
00:16:05: Wir konnten es halt auch nicht so gut vermitteln.
00:16:08: Also, Organisationsstruktur fehlte, Empfehlungsprozesse,
00:16:11: Verkaufskompetenz war nicht gegeben.
00:16:13: Aber schon die Organisation an sich war nicht ausreichend genug.
00:16:17: Plus dann die, ja, die Emotion des Therapeuten, die da zukommt.
00:16:22: Das heißt also immer, dieses Hilfe geben, auch am besten,
00:16:26: ich sag's mal, sie übertrieben mir jetzt halt kostenfrei,
00:16:29: war es natürlich nicht.
00:16:30: Aber man hatte mal sehr, sehr viel reingegeben.
00:16:33: Und ja, also ... - Das Ergebnis.
00:16:36: Das Ergebnis passte dann nicht.
00:16:37: Man hat dann ihr darauf verzichtet,
00:16:39: einmal einen Vertrag abzuschließen.
00:16:41: Dann hat er gesagt, komm, dann machen wir lieber Zehnerkarten.
00:16:44: Weil diese klassischen Fehler haben wir alle mitgenommen
00:16:47: und sehr, sehr viele Erfahrungen damit machen können.
00:16:50: Ja, es war interessant und lehrreich, aber halt nicht erfolgreich.
00:16:53: Es trifft ja gut auf unsere erste Folge von Selbstständigen
00:16:57: zum Unternehmer, die sich dieses Mindset dann verändert hat
00:17:00: über diesen Prozess, wo du dann auch mit der KWS gestartet bist.
00:17:04: Was mich noch mal interessieren würde,
00:17:06: ich kann mich da schwierig reinversetzen,
00:17:08: weil ich in so einer Lage ja noch gar nicht war.
00:17:10: Aber ich kann mir vorstellen, man hat dann viele Vorbehalte,
00:17:14: bevor man dann am Ende auch mit einer Unternehmensberatung zusammenarbeitet.
00:17:17: Was waren für dich diese Einwände, die du vielleicht erst mal hattest
00:17:21: und wie hast du die überwunden?
00:17:23: Dadurch dass die erste Sitzung im Studio war, konnte ich nicht mal einwenden.
00:17:29: Also konnte ich keine Einwände liefern,
00:17:30: weil am Ende des Tages war halt nur, machen wir jetzt so oder lassen wir es bleiben.
00:17:34: Und das heißt, wir haben dann alles, was so in meinem Kopf als Prinzip
00:17:40: oder als Wert irgendwie gestanden hat, über Bord schmeißen müssen.
00:17:44: Das ging an oder fing an mit den ...
00:17:47: Wir hatten Monatspreise, Umstellung auf Wochenpreise.
00:17:50: War ein harter Schritt, aber es hat sich gelohnt.
00:17:53: Es war die Betreuungsbauschale, es war die Betreute-Einschicksphase
00:17:57: und so was, die wir auch tatsächlich teilweise früher haben.
00:17:59: Wir sagten, komm, Hauptsache, du kommst, schenken wir dir auch noch.
00:18:02: Und diese ganzen Schritte mitzugehen.
00:18:04: Und das Team vor allem abgeholt zu bekommen,
00:18:07: auch tatsächlich damit Unterstützung, das war einfach vehement wichtig.
00:18:12: Und da haben natürlich auch am Anfang mit vorbehalten,
00:18:16: trotzdem aber alle mitgezogen.
00:18:19: Und die haben das Ding halt wirklich wieder aufs Wasser gezogen
00:18:23: und Säge gesetzt.
00:18:25: Und wir freiten jetzt auch wirklich bis auf 400 Mitglieder halt zu.
00:18:28: Und es macht einfach nur noch Spaß.
00:18:30: Und das hatte ich ja lange Zeit nicht.
00:18:32: Ja, und dafür ist die Lebenszeit zu kurz,
00:18:36: dass man sagt, ich laufe nicht mal mit Spaß rum
00:18:39: und sage, ich freue mich an dem, was ich da geschaffen habe
00:18:42: und gemacht habe.
00:18:44: Das ist ja ein Veränderungsprozess, den du dann eingeleitet hast.
00:18:47: Aber du allein reißt ja nicht aus, am Ende muss das Team mitziehen.
00:18:51: Und am Ende sind es ja auch, wenn man es genau nimmt,
00:18:54: zwei Geschäftsmodelle, aus denen wir jetzt eins gemacht haben,
00:18:57: nämlich das eine ist ein Dauerschuldverhältnis im Abo-System,
00:19:00: sprich Training, Vor- und Nachsorge, also Vor- und Nachsorgeprogramme.
00:19:03: Und auf der anderen das Kerngeschäft der Physiotherapie.
00:19:06: Auch das haben wir ja komplett optimiert.
00:19:08: Und beides, das nämlich jetzt schon vorweg gewinnbringend aufgestellt.
00:19:11: Aber das Wichtigste, die Menschen, die da waren,
00:19:14: die sind diesen Veränderungsprozess mitgegangen.
00:19:17: Trotz aller auch Bedenken.
00:19:19: Absolut, ja.
00:19:20: Und wenn man sowas einläutet,
00:19:25: ich glaube, wichtig ist immer erst das, warum zu erklären,
00:19:28: dass, wie bei dir war es einfach, du hattest ja den persönlichen Leidensdruck,
00:19:32: wie war es mit deinen Mitarbeitern?
00:19:33: Und wie empfinden Sie das heute?
00:19:35: Ist es leichter und besser geworden für Sie?
00:19:37: Also erst mal liebe Grüße an mein Team.
00:19:42: Es war echt großartig, das auf jeden Fall schon mal vorweg.
00:19:46: Also im Studio, als wir da angefangen haben,
00:19:49: war es tatsächlich so, dass, glaube ich da,
00:19:51: tatsächlich die Realität des Zustands erst mal so richtig bewusst geworden ist.
00:19:56: Also man kann das immer so einstreuen.
00:19:59: Man kann sagen, pass auf, Leute, so läuft das hier nicht.
00:20:01: Oder wir haben halt keine guten Zahlen, wir haben rote Zahlen.
00:20:04: Das macht halt eigentlich so wenig Sinn.
00:20:06: Müssen wir halt mal gucken, was passiert.
00:20:07: Können wir noch ein bisschen kompensieren, aber wir müssen eigentlich.
00:20:11: Also hast du das schon kommuniziert?
00:20:13: Ja, schon.
00:20:14: Aber es heißt ja nicht, dass es halt dann auch,
00:20:16: also vielleicht habe ich das nur in den Sätzen so eingebaut,
00:20:19: ohne dass es halt direkt so konkrete,
00:20:21: vielleicht auch mal so diskutiert worden ist.
00:20:24: Da bin ich, glaube ich, noch ein bisschen,
00:20:26: habe ich noch Lernpotenzial.
00:20:27: Aber es wurde schon kommuniziert, dass es halt nicht ausreichend ist.
00:20:31: Es gab dann auch die Barriere, also von den Patienten wegen quasi.
00:20:36: Ich war dann Praxiswollte für sich irgendwie in der Studie für sich.
00:20:39: Und irgendwie gab es keine Kommunikation dazwischen.
00:20:42: Oder jeder hat gesagt, hey, das ist nicht mein Bereich.
00:20:44: Und das hat dann in dieser Umstellung halt super funktioniert.
00:20:48: Also jeder hat dann in seinem Tempo
00:20:50: natürlich halt dann die Veränderungsprozesse auch annehmen können.
00:20:54: Und das muss man halt auch als Unternehmer einfach genauso akzeptieren,
00:20:57: dass jeder halt sein eigenes Tempo auch noch hat.
00:20:59: Und das bestimmte Prozesse für bestimmte Personen
00:21:02: einfach dann vielleicht etwas länger dauern.
00:21:04: Einfach auch, weil die Persönlichkeit einfach schon unterschiedlich ist.
00:21:08: Und die Intention auch einfach ganz anders ist.
00:21:11: Also ich saß natürlich als Unternehmer da,
00:21:13: ich hatte die Pistole auf der Brust und es ist ja erstmal mein Problem.
00:21:16: So langfristig ist es aber natürlich schon so,
00:21:20: dass man das Tücher halt auch irgendwie mit in die Praxis bringt.
00:21:23: Also ich bin mit Sicherheit nicht immer freundlich in die Praxis reingekommen.
00:21:26: Also man hat auch einfach Gedanken im Kopf,
00:21:28: dann ist man noch mit irgendwie anderen Themen beschäftigt.
00:21:30: Dann waren die Strukturen noch nicht da.
00:21:32: Zeit war schon mal gar nicht da.
00:21:34: Also auch das hat mir dann glücklicherweise verändert.
00:21:36: Bis wir dann, ja, einfach vielleicht,
00:21:39: ich weiß gar nicht, wann wir das angefangen haben,
00:21:41: wie schnell dann die zweite Führungsebene einbauen konnten.
00:21:44: Da wollte ich gleich auch noch drauf zu sprechen kommen.
00:21:46: Du warst ja ganz am Anfang ständig selbst.
00:21:49: Der Selbständige, der eine Mehrfachrolle in sich trägt,
00:21:53: in der des Unternehmens, du warst ja an allen Fronten zu finden sozusagen.
00:21:57: Und heute ist es ja komplett anders.
00:21:59: Du hast eine zweite Führungsebene, die er arbeitet.
00:22:01: Du hast sicherlich ein ganz anderes für dich auch persönliches Time-Management.
00:22:05: Deine Aufgaben haben sich verändert.
00:22:07: Du hast vor allen Dingen aber auch persönliche Freiheiten bekommen.
00:22:09: Vorhin ja auch schon darüber gesprochen über Freizeit.
00:22:12: Und das ist ja auch etwas, das kann man gar nicht in der Zahl aufwiegen.
00:22:15: Was das für einen bedeutet. Du hast Kinder,
00:22:18: du bist präsenter jetzt, was das betrifft im Umgang mit deiner Familie.
00:22:23: Weil du eben gut organisiert bist und diese zweite Führungsebene hast.
00:22:27: Das alles war ja am Anfang nicht der Fall, ne?
00:22:30: Nee. Also, ja, im Endeffekt, sagen wir mal, selbst und ständig
00:22:34: trifft es, glaube ich, dann tatsächlich noch trotz bis zu 23 Mitarbeitern.
00:22:39: Krass, ne? - Ja, es war wirklich irre.
00:22:41: Dann haben wir angefangen, das Organi Gramma aufzustellen.
00:22:44: Und dann sieht man halt plötzlich seinen Namen eigentlich unter jeder Abteilung.
00:22:47: Am Anfang denkt man schon so, na ja, wie habe ich nur die Physiotherapie,
00:22:50: die Rezeption oder das Studio und...
00:22:52: Also, behandelt hast du auch noch, ne? - Ja, behandelt habe ich ja auch noch.
00:22:55: Rückt, ich weiß gar nicht, wie ich immer das alles schaffen soll.
00:22:58: Und dann merkt man aber so, na ja, also die Rezeption hat ja schon,
00:23:02: keine Ahnung, sagen wir mal, 40, 50 Aufgaben.
00:23:05: Die Therapeuten, klar, die haben ihre Therapie, aber die haben ja auch noch andere Aufgaben.
00:23:09: Das Studio selber, die Trainer haben ihre Aufgaben.
00:23:12: Wir müssen verwalten, wir haben die Verwaltung dahinter,
00:23:14: wir haben Steuerberater, wir haben so viele Leute, mit denen wir kommunizieren müssen.
00:23:18: Das... und weiß ich nicht, da haben wir noch nicht mal die schönen Sachen,
00:23:23: die Marketing und irgendwie Werbung und Mitarbeiterfindung und sonst die Geschichten,
00:23:26: die man alle so gefühlt am Wochenende macht, Buchhaltung, Buchfühlen, Steuerberater,
00:23:30: Beglückung, keine Ahnung, was...
00:23:32: Also 60 Stunden ist es, dass wir ganz schnell da waren.
00:23:34: Ja, das ist ja gefühlt, genau.
00:23:36: Also das, was andere so in fünf Tagen arbeiten machen.
00:23:39: Dann hast du noch eine Familie und zwei Kinder.
00:23:41: Eine Tochter tatsächlich, genau, und ein Hund.
00:23:44: Ah, ja, okay.
00:23:45: Bis wie ein zweites Kind, genau.
00:23:47: Ja, und die durften natürlich dann auch hier und da natürlich einstecken.
00:23:51: Und dann musste ich halt doch mal wieder in die Praxis oder doch mal einspringen,
00:23:54: wenn jemand krank geworden ist, nimmt man natürlich alles so mit,
00:23:58: wirst man dann erfahrener wird und sagt, pass auf, ich kann vielleicht zwei Patienten machen,
00:24:03: aber ich habe heute noch das und das und das zu tun.
00:24:05: Ich muss die Zeit haben, weil sonst schaffe ich das nicht mehr.
00:24:08: Und bin wieder bei 60, 70, 80 Stunden, genau.
00:24:11: Und das haben wir dir in dieser Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit auch geholfen,
00:24:16: weil das ist es ja sicherlich auch, ne?
00:24:18: Also nicht nur, dass wir das Team mitgenommen haben auf die Reise und der Veränderung
00:24:23: und eine zweite Führung, aber was ist mit dir so passiert,
00:24:27: konnten wir dich da auch coachen, haben wir dir geholfen, Mindset?
00:24:31: Total, also es ging los mit dem Bildungszentrum hier.
00:24:34: Da habe ich einfach dann auch gesagt, okay, wenn ich jetzt meine zweite Führungsriege da einsetze,
00:24:38: dann möchte ich natürlich a) dass die Zeit bekommen für die Führung,
00:24:41: nicht so den Fehler machen, den ich letztendlich hatte.
00:24:43: Wir haben dann die Mitarbeiter-Kommunikation gemacht,
00:24:46: die Führungskurse, ich weiß gar nicht genau, was das heißt.
00:24:50: Und das war schon natürlich wieder mal ein neuer Input,
00:24:52: der in der Therapie oder als Therapeut häufig zu kurz kommt.
00:24:56: Also wir sind ja therapeutisch immer gerne unterwegs auf Fortbildung,
00:25:00: aber so Unternehmensführungen und so was gibt es halt nicht so häufig.
00:25:03: Ich habe aber auch das Unternehmercoaching bei Tim mitgemacht.
00:25:07: Das war auch sehr intensiv und hat aber auch wieder
00:25:12: viele neue Inputs und Persönlichkeiten hervorgeholt,
00:25:19: von denen ich halt nicht ausgegangen bin.
00:25:22: In Tim hört ihr übrigens in der letzten Folge, da haben wir mit Tim an Diebtheil ins richtigen Thema Führung gemacht.
00:25:27: Genau, die Folge ist dann schon online, wenn ihr diese hier hört.
00:25:31: Und an der Stelle, du hast ja bei uns immer so, man hat immer einen Hauptberater
00:25:36: und am Ende sind aber auch 16 andere noch mit verantwortlich dafür,
00:25:40: weil eben, wie wir es häufig auch sagen, dass wir es dir vielleicht gleich bestätigen können,
00:25:44: wenn man heute zukunftsfähig und sicher in der Praxis führen möchte,
00:25:47: das ist sehr facettenreich, man braucht, ich sag's jetzt nicht, Schwarmintelligence,
00:25:51: haben wieder ins Phrasenschwein, fünf Euro rein.
00:25:54: Sondern an der Stelle vielleicht nochmal, du hast eine Beraterin,
00:25:59: das ist unsere Laura, die war ja auch schon mal bei uns im Podcast.
00:26:02: Und ich weiß, die ist ja auch sehr, sehr stolz darauf auf die Entwicklung deines Teams.
00:26:08: Und sie macht da ja echt einen Top-Job und hatte ich ja auch sehr unterstützt.
00:26:13: Wie war das so mit Laura bis jetzt und?
00:26:16: Absolut großartig, also Laura, erst mal herzlichen Dank,
00:26:19: dass wir überhaupt so begleitet zu werden, natürlich auch die Fragen zu stellen.
00:26:24: Wir haben ja dann die Monatsmeetings, wo wir dann natürlich einfach was Reporting mit durchschauen,
00:26:29: wir haben Strukturen aufgebaut, wir haben die Engpässe analysiert.
00:26:33: Immer wenn Fragen da sind, kann man natürlich auch mal den KWS WhatsApp Chat mit nutzen
00:26:38: und hat dann auch innerhalb weniger Stunden letztendlich einfach auch eine Antwort.
00:26:42: Also ist das in der Praxis wirklich so, wenn ich jetzt ein Mitarbeiter wäre, Christian?
00:26:46: Ich habe dabei eine Frage und du könntest dann im Monat sagen,
00:26:50: ja, kann ich dich nicht beantworten oder frag doch einfach KW, ist das so?
00:26:53: Ja, definitiv, inzwischen ist das so.
00:26:54: Und genau, also den Lösungsweg halt immer über mich zu wählen,
00:27:00: versuche ich tatsächlich auch ein bisschen abzustellen.
00:27:03: Und heißt, ich habe auch nicht auf alle Sachen immer eine Antwort.
00:27:06: Ich bin zwar mal sehr interessiert in viele Bereiche, aber es geht viel schneller
00:27:11: und auch vor allem viel besser, dann direkt die Experten hier zu fragen.
00:27:14: Und das macht das Backoffice-Team hier wirklich richtig, richtig gut.
00:27:18: Das ist ja dann am Ende die Entlastung, die man sich als Unternehmer auch wünscht,
00:27:21: ja, so dass man Freiraum sich schafft für andere Aufgaben, die man im Unternehmen ja dann auch hat.
00:27:26: So kann man ja wachsen.
00:27:28: Im Prinzip hast du quasi 16 weitere Mitarbeiter, die aber halt einfach Experten in ihrem Gebiet sind
00:27:33: und die einfach nicht den ganzen Tag in der Praxis sein müssen,
00:27:36: sondern dann, wenn sie On-Point abgerufen werden.
00:27:39: Ich glaube, das ist auch sehr wichtig.
00:27:41: Man ist ja manchmal so, dass man sagt, okay, ich gehe jetzt mal auf eine Fortbildung,
00:27:45: dann ist man auf ein Tagesseminar, kriegt einen Impuls dort,
00:27:48: jetzt kommt man nach Hause in den Betrieb und jetzt geht es ja eigentlich los.
00:27:51: Jetzt will man das, was man gehört hat, auch umsetzen.
00:27:53: Und ich denke, gerade dabei braucht man dann ja jemanden, der ihn dann wirklich vermont,
00:27:57: dass bis weiter das bei der Umsetzung begleitet, weil man ja auch Widerstände erleben.
00:28:01: Oder ging das bei dir alles so ganz reibungslos?
00:28:03: Schön wär's.
00:28:05: Nein, reibungslos läuft es natürlich nicht, also sowohl innerlich für mich emotional,
00:28:10: muss man natürlich auch einige Sachen natürlich auch erst mal durchdenken oder auch zulassen können.
00:28:15: Und gleichzeitig dauert es ja auch manchmal bis, was sich die nächste Teamsitzung ist,
00:28:20: wo man das halt vorstellt, dann muss das Team natürlich auch lernen, damit umgehen zu können,
00:28:24: je nachdem, wie es dann halt eingesetzt wird.
00:28:26: Also ohne Reibung geht es definitiv nicht und ohne Geduld geht es da auch nicht.
00:28:31: Ja, ist das wichtig. Geduld, ja, das ist Zauberwort.
00:28:34: Ja, du hast ja auch so schön gesagt, weil am Ende die Lernkurve ist ja bei jedem auch unterschiedlich.
00:28:39: Und ich weiß als Inhaber, gerade wenn man so ist wie du oder ich oder ja,
00:28:43: dann will man möglichst alles schnell und auf einmal, was man so als Innovation so in sich trägt.
00:28:50: Und ja, dann auch zu akzeptieren, Geduld ist da das Zauberwort.
00:28:54: Ja, und dann die Geschwindigkeit bestimmt das Team in der Umsetzung.
00:28:57: Absolut.
00:29:00: Diese, den Fändungsprozess bedeutet ja auch manchmal Reibung. Du hast gerade über Reibung gesprochen.
00:29:07: Hattest du einen Reibungsverlust, du hast ja, um das nochmal zusammenzufassen,
00:29:11: ist im Kerngeschäft, du hast die Privatpreise angehoben, du hast ja auch im,
00:29:15: ja du hast ja so vieles, was wir in den letzten Folgen schon so besprochen haben,
00:29:19: das hast du ja alles umgesetzt. Du hast heute einen anderen Umsatz pro Therapeut in der Stunde,
00:29:24: als es damals der Fall war und zwar wirklich viel, viel anders.
00:29:29: Ja, deutlich anders. Also, gab es da sofort maximale Zustimmung oder nein?
00:29:37: Nein, natürlich nicht. Also, auch da, wie gesagt, das Mitarbeiterverarbeitungstempo ist ja unterschiedlich
00:29:44: und auch die Strukturen sind halt manchmal nicht optimal eingesetzt. Also, es geht ja schon los.
00:29:49: Jeder Plan ist halt bis obenhin im besten Fall voll. So denkt man sich das ja, sagen wir mal so,
00:29:54: aus der Grundstruktur heraus. Und dann merkt man ja, dass man ja bestimmte Dinge auch irgendwie
00:29:58: lernen muss. Also, es geht los, sehen wir mal die E-Learning-Akademie, das heißt,
00:30:03: ich brauche erst mal Zeit mir das anzuschauen. Ich kann ja nicht zwangsläufig verlangen,
00:30:06: dass meine Mitarbeiter das halt neben ihrem Vollzeitjob dann halt noch zu Hause freiwillig machen.
00:30:10: Macht das geiner, ne? Ja, also, ich glaube, die, die es interessiert oder die einfach Bock drauf haben,
00:30:15: die machen das, das sind aber auch einfach dann schon, weil sie nicht Grund voraussetzen.
00:30:19: Genau, und das sind dann halt aber so Kleinigkeiten. Also, selbst bei der Rezeption haben wir
00:30:24: jetzt inzwischen Akademie-Zeit, weil die natürlich auch ihre Learning-Zeit haben müssen.
00:30:29: Und auch da habt ihr ja schon auch einige Tools, die ihr, die wir vielleicht noch noch nicht ganz
00:30:33: umsetzen können bisher, aber wo wir gerade daran arbeiten, das ist das Medical-Vital-System,
00:30:38: wo wir jetzt gerade schauen, wo wir das mit ein, wie bauen wir es ein, wie schulen wir das?
00:30:44: Jetzt habt ihr digitales Onboarding mit Lena unten, die dann halt auch sagt, hey, sagt Bescheid,
00:30:49: wenn ihr so weit seid, dann machen wir nochmal eine Fortbild. Letzte Folge, Lena.
00:30:53: Lena auch am Start.
00:30:55: Und ja, wir nutzen, glaube ich, einfach wahnsinnig viele Elemente von dem, was ihr hier anbietet.
00:31:01: Ja, das ist auch das, was ich so raushöre, dass du halt auch wirklich...
00:31:04: das meinst du hast und das zulässt, auch solche Sachen zu nutzen, weil das ist glaube ich bei vielen, die vielleicht auch schon in der KWS-Gemeinschaft sind.
00:31:11: Da verliert man vielleicht manchmal den Überblick, was gibt's eigentlich für Leistungen und verliert so ein bisschen auch die Kommunikation zwischen einander.
00:31:17: Aber wir sind ja da und haben diese ganzen Leistungen und ich finde, bei Christian finde ich sehr, sehr geil, wie du erzählst,
00:31:22: wie diese einzelnen Bereiche, die wir so abdecken, in diesen verschiedenen Prozessen dann dir eben auch so zur Seite stehen.
00:31:29: Und dass du das als Geschäftsführer auch alleine zulässt, heißt ja auch, du gibst Kontrolle am Ende ein bisschen ab,
00:31:34: jemand anders schult deine Mitarbeiter, das ist ja auch erst mal ein Step, den man gehen muss.
00:31:38: Und ich glaube, da kann man auch schon ziemlich stolz sein, wenn man das eben zulässt.
00:31:42: Stimmt, was hat dir das gebracht jetzt so im Nachgang?
00:31:45: Eineinhalb Jahre bist du jetzt mit uns unterwegs, dürfen wir dich begleiten, in der Form wir jetzt schon beschrieben und vielleicht noch ein bisschen mehr.
00:31:54: Ja, was ist passiert in der Zeit?
00:31:58: Was ist passiert?
00:32:00: Vielleicht auch mal privat berufen?
00:32:02: Ja, genau, also beruflich, also unternehmerisch macht es wieder viel, viel mehr Freude.
00:32:07: Wie gesagt, ich hatte zwischendurch gedacht, ich habe keinen Lust mehr.
00:32:11: Es war wirklich auch eine Phase, wo es dann halt auf allen Projekten quasi dann Reibung gab, also wo man auch mal denkt, so, boah, was ist hier los?
00:32:19: Und da durchzugehen und auch da, das Team ist halt wirklich so stark, dass sie auch mich dadurch begleiten können.
00:32:26: Und auch den Weg hat auch mitgehen.
00:32:29: Das heißt also, auch im Team ist es wirklich eine tolle Stimmung inzwischen.
00:32:33: Jeder zieht mit in seinen Möglichkeiten.
00:32:36: Das macht also Freude, da reinzukommen, die Prozesse laufen.
00:32:40: Ich muss nicht zwangsläufig anwesend sein, die Führungsebene macht einen tollen Job.
00:32:44: Die ist für die Mitarbeiter dann da, wir gucken, dass wir die Engpässe für die Mitarbeiter schnell lösen können.
00:32:50: Studio wächst, also unternehmerisch eigentlich fünf Sterne plus noch fünf weitere, keine Ahnung.
00:32:58: Ganz kurz, du hast eine Trainingsfläche, wie groß ist die?
00:33:02: Wir haben 190 Quadratrainingsfläche.
00:33:05: Und du hattest, bevor wir angefangen haben, wie viele Mitglieder da ungefähr?
00:33:09: Wir waren bei 192.
00:33:12: Und jetzt?
00:33:13: Sind wir bei 358.
00:33:16: Okay, aber was auch wichtig ist, nicht nur die Zahl ist gestiegen,
00:33:19: sondern der durchschnittliche Umsatz ist gestiegen.
00:33:21: Genau, also beide Sachen sind gestiegen.
00:33:23: Und ich muss ja zusagen, natürlich halt auch von den 190 sind.
00:33:28: Tatsächlich glaube ich ein Jahr später auch einige gegangen,
00:33:30: weil die natürlich halt einfach die Corona-Zeit bei uns kompensieren konnten.
00:33:33: Also da waren schon auch viele Verträge, die unwirtschaftlich waren.
00:33:37: Wirtschaftlich waren auf der einen Seite, waren richtig zu dem Zeitpunkt, waren sie gut.
00:33:41: Aber so langfristig hätten wir damit nicht wahnsinnig weiter aussteigen können.
00:33:45: Und wie gesagt, wir waren halt dann so der Notnagel, weil andere Studios zu hatten.
00:33:52: Beschreibst du da jetzt schwarze Zahlen?
00:33:55: Gleichzeitig, genau, haben wir dann halt noch mehr eigentlich aufgebaut.
00:33:58: Man hört quasi zusammen die 150, 160 Verträge daraus,
00:34:02: aber es waren glaube ich noch mal 30 mehr oder so was,
00:34:04: die natürlich dann durch die Kündigung irgendwo dann aufgedeckt worden waren.
00:34:07: Und ja, wir kommunizieren es einfach komplett anders.
00:34:11: Und es macht auch noch mal viel, viel mehr Freude,
00:34:13: weil der Sinn und Zweck einfach vermittelt wird
00:34:16: für den Patienten, der da ist oder für den Kunden, der kommt.
00:34:19: Sodass die Menschen auch wirklich sagen,
00:34:21: das ist ein tolles Nach- und Vorsorgeprogramm für mich.
00:34:23: Die Betreuung ist super und ganz kurz noch zum Privaten, außer auch da.
00:34:27: Ja, ich glaube auch da bin ich einfach, sagen wir mal, jetzt auf dem Weg der Erholung.
00:34:33: Also das heißt, ich habe ein bisschen mehr Zeit für mich.
00:34:35: Kann meine Kurzzeit auch vernünftig von der Schule abholen,
00:34:38: ohne irgendwie noch fünf Mal, um in den Telefonat führen zu müssen.
00:34:42: Strebe gerade wieder mal so meine sportliche Seite wieder an.
00:34:45: Auch die ist sehr, sehr, sehr zu kurz gekommen.
00:34:48: Und ja, so hast du eben schon gesagt, Leidensfähigkeit.
00:34:52: Das muss ich tatsächlich energetisch erst mal wieder so ein bisschen nachholen,
00:34:55: um es wieder aufzufüllen und genau mehr Freude reinzubringen.
00:34:58: Eigentlich geht es jetzt ja dann in die Richtung,
00:35:01: dass du dir vielleicht am Anfang deiner Selbstständigkeit vorgestellt hast, ne?
00:35:04: Ja, normaler später.
00:35:06: Ja.
00:35:08: Aber Hauptsache ist passiert, ne?
00:35:10: Für alle, die da draußen sind und neu gründen wollen, also macht nicht dieselben Fehler.
00:35:17: Ihr werdet noch genug eigene machen, lernt daraus, hört dir zu.
00:35:21: Ja, und startet am besten gleich richtig.
00:35:24: Aber das ist doch eben so geil, dass Christian heute da ist
00:35:27: und dass man so richtig aus der Erfahrung erzählt kann.
00:35:29: Und ich glaube, da kann sich jeder selbstständige Physiotherapeut
00:35:32: oder Unternehmerphysiotherapeut dann eben auch mal reinversetzen.
00:35:35: Und sich richtig was rausziehen.
00:35:37: Ja, also ich finde auch hier noch mehr Zusammenhang zwischen privat,
00:35:41: beruflich, was Sinn des Lebens kann man auch sagen.
00:35:45: Also da findet sich ja alles so ein bisschen drin wieder.
00:35:48: Also sicherlich Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle.
00:35:50: Du hast gesagt, du standst kurz vor der Insolvenz.
00:35:53: Ja, und am Ende heute ist es ein gewinnbringendes Geschäftsmodell.
00:35:56: Was du trägst, du hast dich in allen Bereichen enorm entwickelt.
00:36:00: Gibt es Kennzahlen? So ein, zwei, wenn du was sagen willst.
00:36:04: Nehmen wir halt den Umsatz pro Therapeut pro Stunde.
00:36:07: Der ist ja auch immens gestiegen.
00:36:09: Ja, wir sind ...
00:36:11: Wie war er vorher bis jetzt?
00:36:13: Oh, ich glaube, also wir waren zwischenzeitlich, glaube ich, bei 45 Euro.
00:36:17: Einfach aufgrund dessen, dass dann,
00:36:19: weil sie nicht aufgrund der Krankheitswelle,
00:36:21: dann Therapeuten plötzlich an der Rezeption saßen
00:36:23: und gar keine Patienten hatten.
00:36:25: Keine Prozesse standen mit Ausverrechnungen.
00:36:27: Wir hatten Lücken im Plan.
00:36:29: Wir hatten anderthalb Stellen weniger.
00:36:31: Das merkt man dann sofort im Gesamtumsatz.
00:36:35: Viel Auslastungsverlust.
00:36:37: Ja, schon. Also schlechte Koordination, schlechte Planung.
00:36:41: Geringere Rezepte.
00:36:43: Trotzdem lange Wartelisten und Überstunden.
00:36:45: Also es war sehr, sehr faszinierend.
00:36:47: Wir hatten irgendwie 107 Prozent Arbeitszeit
00:36:49: und einen Umsatz für, weiß ich nicht, 65 bis 70 Prozent.
00:36:53: Krass.
00:36:55: Und das lässt man halt irgendwie so ein bisschen laufen,
00:36:57: weil man auch weiß, dass man zwei Jahre vorher dann durch Corona
00:36:59: irgendwie durchgeboxt hat.
00:37:01: Und irgendwann sagt man so, okay, also irgendwas stimmt hier gerade nicht.
00:37:03: Eigentlich könnte ich auch alleine arbeiten.
00:37:05: Dann brauche ich mir den ganzen Aufressieren nicht zu machen.
00:37:07: Auch da, das war dann mal eine Team-Sitzung mit relativ klaren Worten.
00:37:12: Das hat auch noch gefruchtet.
00:37:14: Und dann haben wir alle umgestellt
00:37:16: und auch da Prozesse halt im besten Fall mit eingebaut.
00:37:20: Also bei uns zum Beispiel so,
00:37:22: dass die Praxismanager tatsächlich auch trainieren dürfen
00:37:25: oder auch alle bei uns trainieren dürfen.
00:37:27: Einfach um auch gesundheitlich und auch mental mal zu bleiben.
00:37:32: Ja, genau.
00:37:33: Und inzwischen sind wir bei zwischen 75 und 80 Euro die Stunde doppelt.
00:37:39: Ja, das war doppelt.
00:37:41: Super.
00:37:42: Und ich glaube, ich habe es ja schon erwähnt
00:37:44: und im Studiobereich ist es ja ähnlich.
00:37:46: Ja, du hast ja heute einen viel höheren Umsatz,
00:37:48: als es vorher der Fall war.
00:37:50: Und eine tolle Entwicklung.
00:37:55: Und was ich ganz spannend fand,
00:37:59: war, das lässt sich eben nicht immer so aufwiegen,
00:38:01: dass du als private Person ja auch einen riesen Benefit
00:38:05: auf einmal wieder bekommst.
00:38:07: Wie du ihn gerade beschrieben hast,
00:38:09: sei es der Umgang mit deiner Tochter
00:38:11: oder auch für dich selbst wieder zu sagen,
00:38:13: was kann ich denn für mich mal machen, reisen, keine Ahnung, was.
00:38:16: Das alles in so kurzer Zeit,
00:38:18: wenn man jetzt mal auf die 14 Jahre zurückdenkt,
00:38:20: woher, ich hätte gar nicht gedacht, 14 Jahre schon,
00:38:23: dass es ja jetzt innerhalb von anderthalb Jahren passiert.
00:38:26: Ja.
00:38:27: Ja, das ist schon sehr interessant.
00:38:29: Kann man sagen, die anderthalb Jahre waren bewegender
00:38:31: als die 14 Jahre davor in dieser Entwicklung?
00:38:35: In jeglicher Hinsicht.
00:38:36: Ich glaube, dass man tatsächlich halt in den Jahren davor,
00:38:39: ich meine, das wächst ja auch, dann zwangsläufig,
00:38:41: weil, sagen wir mal, Physiotherapie ist ja dann halt
00:38:43: eine Verordnung leistung und begehrt.
00:38:45: Der Plan wird in den meisten Fällen halt auch von sich voll.
00:38:48: Und dann kann man das Lisefair fahren.
00:38:52: Man kann das halt so nach seinen Wünschen gestalten,
00:38:54: so wie das auch, glaube ich, relativ viele machen.
00:38:56: Die starten dann noch in halb Stunden, takt 25 Minuten.
00:38:59: Wir hatten ein anderes Konzept zwischendurch,
00:39:01: haben wir dann auch immer mal umgestellt,
00:39:03: weil wir dann auch gesehen haben, okay, guck mal von den Zahlen,
00:39:05: da haben wir so meine Affinität zu zahlen.
00:39:08: Das dann plötzlich halt bis zu 30 Prozent des Umsatzes einfach fair.
00:39:12: Ich glaube, der Marco hat es auch in einer Folge schon mal hochgerechnet.
00:39:16: Das ist schon krass.
00:39:18: Und ja, wir sind von der Behandlungsfrequenz natürlich jetzt halt anders,
00:39:24: aber wir bieten natürlich unsere Leistung auch einfach ganz anders an.
00:39:27: Kommunikationsmitdrinnen, die Technik ist inzwischen mit eingeflossen.
00:39:31: Also jeder rennt inzwischen mit dem Tabett rum.
00:39:33: Jeder hat die Möglichkeit, seine spezifischen Vorlieben
00:39:37: in der Therapie halt auszuleben, auch mal neue Projekte anzugehen,
00:39:40: wo ich daneben stehe, so, hey, lass uns mal irgendwie ein Videokurs machen
00:39:43: oder sonst irgendwie was.
00:39:45: Das ist momentan noch etwas schwierig, aber auch das wird kommen.
00:39:50: Und dadurch, dass ich ja gerne so kreative Sachen auch mitmache
00:39:54: und freue mich eigentlich jetzt auch auf die nächsten Monate.
00:39:58: Aus diesem alten Trott von "Es läuft schon irgendwie"
00:40:01: und ich habe Angst, dass irgendwie noch ein Mitarbeiter geht.
00:40:04: Es wird schon irgendwie so.
00:40:06: So jetzt so, hey, wir haben eigentlich einen richtig geilen Arbeitsplatz,
00:40:09: wir können unseren Arbeitsplatz gestalten
00:40:12: und wir finden dann auch die entsprechenden Patienten und Kunden,
00:40:15: die einfach Bock haben, das mitzugehen.
00:40:17: Das ist ja auch nur mal so eine Sache, die mir gerade durch den Kopf ging.
00:40:21: Man spricht ja häufig vom Employer Branding.
00:40:23: Also ich finde, alles wächst ja von innen nach außen.
00:40:26: Also erstmal muss man ja von innen heraus gute Arbeitsplätze
00:40:29: und Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen schaffen,
00:40:31: aber in einer Win-win-Win-Situation.
00:40:33: Patient gewinnt, Mitarbeiter gewinnt und Unternehmer gewinnt.
00:40:36: Und wenn man das einmal geschaffen hat,
00:40:38: dann kann man so etwas ja auch vermarkten nach außen stellen.
00:40:40: Ist deine Online- oder deine Vermarktung eine andere heute,
00:40:44: als es vor anderthalb Jahren der Fall war?
00:40:47: Also sie ist zumindest etwas sichtbarer,
00:40:49: wobei ich mich da auch noch immer noch mit schwer tue,
00:40:51: weil viele Dinge für mich einfach selbstverständlich sind.
00:40:53: Also wenn ich mir die Werbe anzeigen, so momentan halt generell anschaue,
00:40:56: dann denke ich immer so, ja, machen wir schon seit zehn Jahren,
00:40:59: machen wir schon seit zwölf Jahren, okay, und jetzt.
00:41:01: Und tatsächlich darf ich noch lernen zu sagen, hey, das können wir auch.
00:41:06: Und du musst das auch nach außen tragen,
00:41:08: so wie jeder Autohörsteller immer noch reinschreibt,
00:41:10: dass er ein Sicherheitsgurt hat.
00:41:12: Schöner Vergleich.
00:41:14: Es ist einfach Standard.
00:41:16: Aber sie schreiben es halt mit rein,
00:41:18: und wir dürfen es natürlich genauso.
00:41:20: Und genau, wir haben in den letzten anderthalb Jahren,
00:41:24: jetzt muss ich mal kurz hochrechnen,
00:41:26: ich habe vier oder fünf neue Mitarbeiter einstellen können,
00:41:29: zwei von drei Therapeuten, zwei sind davon noch da.
00:41:32: Also auch Initiativbewerbungen, ne?
00:41:35: Initiativbewerbungen, genau.
00:41:37: Wir haben jetzt Fitnessökonomien halt,
00:41:40: eine Fitnessökonomie da, wirklich ein Traum,
00:41:43: was sie da ableistet und abliefert von der DFBG.
00:41:46: Und genau, tendieren jetzt halt dazu,
00:41:48: tatsächlich auch nochmal einen Dualstudent dazu zu nehmen,
00:41:50: weil wir einfach die wirklich gute Erfahrung gemacht haben,
00:41:53: auch was ist die Studiebetreuung,
00:41:55: auch wenn die Arbeit im Studio einfach noch...
00:41:58: Liebe Grüße an die DFBG hier, jetzt muss es aber klingeln, ne?
00:42:02: Genau, auch wieder mal ein Tool,
00:42:04: was letztendlich, sagen wir mal, auch in der Kooperation mit euch steht.
00:42:07: Ja, lernen von anderen.
00:42:09: Ja, das ist ja auch das, was ich mir wünsche.
00:42:11: Du nutzt auch unsere Netzwerke.
00:42:13: Wie ist das so, diese Austausch auf Augen?
00:42:15: Gibt dir das Anreiz, gibt dir das Motivation?
00:42:18: Ja, also sowohl auf dem Netzwerk treffen,
00:42:22: die wir jetzt dann auch schon, ich glaube, bevor wir gestartet sind,
00:42:25: tatsächlich durften wir schon das erste mitnehmen, 23.
00:42:29: Es sind superinteressante Menschen dabei,
00:42:32: es sind tolle Geschichten dabei,
00:42:34: es sind sehr faszinierende Unternehmungen mit dabei.
00:42:37: Genau, da haben wir ja auch im Bildungszentrum,
00:42:40: auch durchaus hier den einen oder anderen schon mal kennengelernt.
00:42:43: Und ich war auch tatsächlich jetzt vor Kurzem in noch in Düsseldorf bei,
00:42:46: darf man das sagen hier?
00:42:48: Ja, klar, klar.
00:42:50: Großartig, also es hat so viel Spaß gemacht in zwei Stunden.
00:42:53: Also Rüdiger ist auch bei uns in der Gemeinschaft.
00:42:56: Es hat super viel Spaß gemacht, ich habe so viel Information
00:42:59: und auch Ideen wieder mitbekommen.
00:43:01: Und auch einfach dieser Unternehmeraustausch auf Augenhöhe,
00:43:05: das ist so viel wert, das kann man gar nicht beschreiben.
00:43:08: Also häufig sitzt man ja, ich sage es mal als Unternehmer
00:43:11: und irgendwann steckt man den Kopf in den Sand.
00:43:13: Und ich sage es mal, also ohne das jetzt böse zu meinen,
00:43:16: Mitarbeiter kopieren natürlich auch irgendwie auf eine Art
00:43:19: und Weise und stecken die Köpfe daneben und sagen,
00:43:21: okay, was machst du da? Machst du mal mit?
00:43:23: Und jetzt ist es genau andersrum.
00:43:25: Also in dem Moment, wo der Kopf wieder oben ist
00:43:27: und wir Bock haben oder ich Bock habe,
00:43:29: dann merkt man bei den Mitarbeitern, okay, was ist jetzt hier für ein Flow
00:43:31: und für eine Stimmung und ich will mit.
00:43:33: Und krass, was hast du noch für alles Ideen?
00:43:35: Wo wollen wir noch hin?
00:43:37: Und in dieser gesamten Nummer mit Input von außen,
00:43:40: groß im Netzwerk treffen, klein in den Unternehmerbereichen,
00:43:44: genial.
00:43:46: Du hast ja letztens auch dein ganzes Team dabei gehabt.
00:43:48: Ja.
00:43:50: Zumindest die Führungsriege hattest du dabei, ne?
00:43:52: Die ist tatsächlich fast immer dabei.
00:43:54: Ja, super.
00:43:56: Also mein Traum ist tatsächlich noch mit dem Bus vorzufahren.
00:43:58: Ja, da kann man hinkommen.
00:44:00: Das ist kein Problem.
00:44:02: Wir denken die letzten anderthalb Jahre.
00:44:04: Also alles ist möglich.
00:44:06: Das nächste Event wird das größte, was wir bis jetzt hatten.
00:44:08: Stimmt, das ist die Physiokonekt.
00:44:10: Wir treffen die Physiokonekt.
00:44:12: Ich habe letztens einen tollen Einspieler aufgenommen,
00:44:14: der genau jetzt abgespielt wird.
00:44:16: Aha.
00:44:18: Ganz kurz in eigener Sache.
00:44:20: Am 26. November findet in Schwerte die erste Physiokonekt statt.
00:44:23: Hier kommt die Physiobranche zusammen.
00:44:25: Dich erwarten knackige Panels zu Therapie,
00:44:28: Praxismanagement und Führung, inspirierende Speaker
00:44:31: und vor allem viel Networking auf Augenhöhe,
00:44:34: egal ob du schon Teil der KWS-Gemeinschaft bist
00:44:36: oder uns erst kennenlernen willst.
00:44:38: Early Bird Tickets gibt es nur noch kurz.
00:44:40: Also, schnappt dir dein Ticket auf
00:44:43: www.kws-beratung.de/physiominuskonekt
00:44:46: oder klick auf den Link in den Show-Notes.
00:44:49: Jetzt geht es zurück zu der Episode.
00:44:51: Weiterhin viel Spaß beim Zuhören.
00:44:54: Zuhören.
00:44:56: Und jetzt ist er vorbei.
00:44:58: Auch wenn du das sagst.
00:45:00: Ja, ja, das wird alles rein bearbeitet.
00:45:02: Und jetzt sind wir wieder da.
00:45:04: Was mir immer auffällt oder was mir auch auffällt,
00:45:06: wenn ich so das mit meinem Leben vergleiche,
00:45:08: so deine Geschichte.
00:45:10: Ich habe ja auch im Fitnessbereich angefangen
00:45:12: für meine Chefs.
00:45:14: Früher standen vor einer ähnlichen Situation wie du.
00:45:16: Nur die haben es am Ende falsch gelöst
00:45:18: und nicht mit so einem tollen Mindset.
00:45:20: Weil ich als Mitarbeiter hatte zum Beispiel gar keine Ahnung,
00:45:23: wo die gerade standen.
00:45:25: Also, ich habe das glaube ich schon mal erzählt.
00:45:27: Wir waren da als Mitarbeiter und ich war dualer Student.
00:45:29: Auch bei der DEA FPG-Stelle Größe
00:45:31: war ein sehr super Studium.
00:45:33: Ja, aber im Ausbildungsbetrieb eben
00:45:36: wurde dann eine Preiserhöhung gemacht,
00:45:38: ohne den Mitarbeitern Bescheid zu geben,
00:45:40: die Mitarbeiter zu schulen,
00:45:42: mal auf eine Fortbildung zu schicken.
00:45:44: Ich glaube auch meinen ersten Trainingsplan, den ich geschrieben habe,
00:45:46: hier sagt, ja, komm, mach's mal jetzt,
00:45:49: probier's mal aus und dann gibst du mal ein Feedback.
00:45:51: Also, dass ich da irgendwie vorbereitet wurde,
00:45:53: wie du es jetzt dann mit deinen Mitarbeitern machst
00:45:55: im Bildungszentrum, im digitalen Coaching, mit Lena.
00:45:58: Das hätte mir ungemein geholfen,
00:46:00: aber auch eben die Kommunikation von den Geschäftsführern.
00:46:03: Was passiert denn gerade im Unternehmen?
00:46:05: Wachsen wir, wachsen wir nicht, haben wir Probleme?
00:46:07: Ich finde, das ist was ganz Wichtiges,
00:46:09: dass man an den Mitte, wo man den Mitarbeiter auch mitnehmen sollte,
00:46:12: weil das eben die Mitarbeiter auch interessiert
00:46:15: und selbst motiviert.
00:46:16: Das hätte mich ungemein motiviert, wenn man sagt,
00:46:18: ja, wir müssen es dir da jetzt rausschaffen
00:46:20: und wir müssen alle 110 Prozent geben.
00:46:22: Im Vergleich zu, wir machen eine Preiserhöhung,
00:46:25: keine Ahnung, kriegen zu wenig Geld,
00:46:27: schwingt ja dann durch,
00:46:29: dann macht man sich selber seine Theorien,
00:46:31: ja, geht's jetzt bergab, die ist das,
00:46:33: die ganzen Kunden hängen dir an der Theke
00:46:36: und du wurdest nicht geschult, nicht vorbereitet.
00:46:38: Und wie wir auch schon mal gesagt haben in den letzten Folgen,
00:46:41: will man ja auch in seiner Persönlichkeit
00:46:43: wachsen als Mitarbeiter.
00:46:44: Und wenn das nicht gegeben ist,
00:46:46: ist am Ende schnell der Weg zur Kündigung
00:46:48: und bei meinen alten Chefs war es dann eben so,
00:46:51: dass das Unternehmen dann verkauft werden musste,
00:46:53: weil eben sie standen mit dem Rücken an der Wand
00:46:56: und sind dann von der Klippe gefallen, wenn man so will.
00:46:59: Ja, und dann wird das Unternehmen verkauft
00:47:02: und am Ende, ja.
00:47:04: Ich finde ja Offenheit,
00:47:06: viel ist die schwer, sich transparenter aufzustellen,
00:47:09: dein Mitarbeiter gegenüber war das Überwindung,
00:47:12: du hast vorhin auch einmal das Wort Angst in den Mund genommen,
00:47:15: also Veränderung hat ja auch immer so ein bisschen,
00:47:18: das schwingt ja auch so limitierende Glaubenssätze vielleicht mit,
00:47:22: ich denke ja sowieso immer, die größten Widerstände
00:47:24: finden wir in uns selbst und nicht im Außen,
00:47:26: sondern eher im Innen.
00:47:28: Also die Angst blockiert natürlich wahnsinnig viel.
00:47:33: Also es ist dann schon so, dass man hat,
00:47:35: also kann ich auch jeden verstehen,
00:47:37: sehr auch in der Praxis hört letztendlich.
00:47:39: Therapeuten wachsen jetzt ja auch nicht irgendwie nebenan,
00:47:41: sondern man hat ja schon irgendwie auch schon
00:47:43: durchaus einige Wartezeiten,
00:47:45: bis man vielleicht mal eine Bewerbung reinbekommt.
00:47:48: Das ist eine, ich bin schon glaube ich sehr transparent
00:47:51: und wahrscheinlich vielleicht auch transparenter als andere,
00:47:54: ob das dann am Ende des Tages unbedingt so der Key ist,
00:47:59: weiß ich nicht, aber es ist wie du schon sagst,
00:48:01: Hendrik, glaube ich auch sehr sehr wichtig,
00:48:03: einfach zu wissen, was ist denn da überhaupt los.
00:48:06: Und haben wir eine Möglichkeit, das mit zu verändern
00:48:09: und was müssen wir tun, damit wir es verändern können.
00:48:11: Oder von Mitbestimmung, Arbeitsplatz.
00:48:14: Und dann ist aber die Frage, kann ich das vermitteln
00:48:16: oder kann ich es halt nicht.
00:48:18: Und ich habe dann auch durchaus gelernt,
00:48:20: dass meine Kommunikationsfähigkeiten zwar okay sind,
00:48:23: aber in bestimmten Punkten vielleicht dann nicht klar genug.
00:48:26: Und auch da, also dann lieber nochmal
00:48:29: den externen dazuholen und zu sagen, pass mal auf,
00:48:31: das ist unser Fahrplan, den haben wir jetzt ausgearbeitet.
00:48:34: Wir brauchen mal eine Schulung,
00:48:36: damit wir es einfach mal abholen können.
00:48:38: Und genau.
00:48:39: Dieses gemeinsame Warum, ja,
00:48:42: ist auch ein ganz ganz wichtiger Aspekt.
00:48:45: Gab es das eigentlich ein gemeinsames Warum vorher
00:48:48: und hast du dir das jetzt erarbeitet?
00:48:51: Ist das erarbeitet worden?
00:48:53: Gibt es jetzt eine Unternehmenskultur,
00:48:56: anders als das vor anderthalb Jahren oder vor zwei Jahren war?
00:49:00: Also, ist alles immer mit dir selbst vereinbart?
00:49:03: Hast du die Menschen eigentlich teilhaben lassen,
00:49:05: seine Mitarbeiter, weil du hattest ja davor auch schon nicht wenige,
00:49:08: Mitarbeiter, wo für dich die Reise hingehen sollte,
00:49:12: gab es da Klarheit, Klarheit vor Verständnis.
00:49:14: Also, das ist ja so mein Motto.
00:49:16: Ich glaube, ich war einfach zu beschäftigt.
00:49:18: Also, ich weiß, dass wir das halt mal gemacht haben.
00:49:20: Wir haben es irgendwann mal aufgeschrieben,
00:49:22: das muss aber dann auch schon 2040, 14, 15 gewesen sein.
00:49:25: Tatsächlich.
00:49:27: Und dann kann natürlich immer wieder neue Mitarbeiter
00:49:30: und das muss man natürlich auch einfach regelmäßig machen,
00:49:32: damit man natürlich auch die neuen Mitarbeiter abholt.
00:49:34: Wir haben immer den Fehler gemacht,
00:49:36: halt auch selten, sagen wir mal, Bestimmungen aufgeschrieben
00:49:38: oder sowas, sondern das Wort hat kommuniziert.
00:49:40: Nicht verschriftlich.
00:49:42: Wir haben es dann mal probiert
00:49:44: und es ist natürlich dann plötzlich,
00:49:46: also man steht da wirklich vor einem riesigen Berg,
00:49:48: wenn man anfängt, Prozesse zu dokumentieren,
00:49:50: die für den einen Mitarbeiter, der das immer macht,
00:49:52: halt einfach klar und logisch sind
00:49:54: und der neue, der reinkommt, sitzt dann da und sagt,
00:49:56: wow, okay, ich habe gar keine Ahnung.
00:49:58: Ich mache das jetzt erstmal so.
00:50:00: Also vom Einarbeitungsprozess dann, also vom Abgesehen.
00:50:03: Früher war es so, dass wir alle direkt kommen,
00:50:05: gib ihm und mal gib Vollgas.
00:50:07: Und jetzt ist es so, dass wir halt einen Onboardingplan haben
00:50:10: und seit 2014 tatsächlich halt Vision Mission
00:50:13: nochmal halt ausgearbeitet haben
00:50:15: in zwei sehr intensiven Tagen.
00:50:17: Auch sehr emotionalen Tagen.
00:50:19: Es legt dann schon viel freien.
00:50:21: Vielleicht manchmal auch aufgestautes.
00:50:23: Genau, also sowohl positiv als auch,
00:50:25: also einfach alle Emotionen.
00:50:28: Also eine fühlt sich vielleicht dann wirklich nicht wahrgenommen,
00:50:31: obwohl man immer gedacht hat, man hätte ihn wahrgenommen.
00:50:33: Und diese Missverständnisse,
00:50:35: die räumen sich dann halt schon so ein bisschen raus
00:50:37: und alle fühlen sich tatsächlich mal wieder
00:50:40: auf ein Ziel eingenordet.
00:50:42: Es gibt dann gemeinsames "Warum".
00:50:44: Wie ist denn das "Warum"?
00:50:46: Was habt ihr Ausgabe, magst du das mit uns teilen?
00:50:48: Also ich weiß, dass Leitbild auf jeden Fall relativ lang war,
00:50:50: aber ich hab zumindest das Leitmotiv,
00:50:53: das ist glaube ich dann mit dem Kopf,
00:50:55: das ist halt Bewegungsfreiraum einfach anders.
00:50:58: Deiner Gesundheitsbegleiter
00:51:00: für ein aktives bewegtes Leben.
00:51:03: Und dann haben wir halt so lustige Menschen bei uns auch im Team,
00:51:06: dann kam auch so ein "Babam" dahinter.
00:51:08: Einfach, weil wir sind halt schon auch ein verrückter Haufen,
00:51:11: das sieht man dann auch bei uns auf der Homepage.
00:51:13: Genau, also es sind sehr, sehr coole Persönlichkeiten da.
00:51:17: Ja, da würde ich auch gerne haben.
00:51:19: Das hört sich gut an.
00:51:21: Ja.
00:51:23: Und ich finde noch mal, du hast gerade was gesagt,
00:51:26: ihr habt das gemeinsam ausformuliert,
00:51:28: ihr habt dann also sozusagen einen,
00:51:30: ich nenne es immer übergeordnete Unternehmensziel geschaffen,
00:51:33: man kann auch Visionen dazu sagen.
00:51:36: Richtest du heute oder richtet ihr gemeinsam
00:51:39: heute so eure Handlung immer auch nach diesem Ziel aus,
00:51:43: das heißt auch, wenn du neue Leistungen dazu kaufst
00:51:46: oder überhaupt auch vielleicht Mitarbeiter mit aufnimmst,
00:51:49: sind die Entscheidungen danach ausgerichtet,
00:51:51: kann man das schon sagen?
00:51:53: Ja, also wir haben jetzt Juli, Juli-August.
00:51:56: Und jetzt sagen wir ja, sieben, acht Monate,
00:51:59: wir sind jetzt schon sieben, acht Monate weiter
00:52:01: und es richtet sich halt immer mehr danach aus.
00:52:04: Also wir gehen dann hin und gucken uns natürlich
00:52:06: die Dauerpatienten halt an, was ist da halt blockiert,
00:52:08: wo stecken wir fest, haben wir genug Platz für akut Patienten.
00:52:12: Schaffen wir es, den Weg halt in die Aktivität reinzubringen?
00:52:16: Ist unsere Behandlung überhaupt aktiv genug?
00:52:19: Auch das wird tatsächlich halt überall hinterfragt.
00:52:22: Und dieser Prozess ist jetzt soweit, dass halt immer mehr dann auch sehen,
00:52:25: okay ja krass, also es bringt halt auch nichts,
00:52:27: wenn ich jetzt halt, ich sag jetzt mal, 10-mal eine Brücke baue,
00:52:30: oder 20-mal, sondern da muss er mal richtig per S dahinter,
00:52:33: weil, weiß ich nicht, ich glaub das klassischste Beispiel dafür,
00:52:36: ist halt ein Patient, also ich sag mal, man hat neue Hüfte bekommen,
00:52:39: kommt aus der Reha, hat drei oder vier Wochen intensives Training hinter sich
00:52:42: und kommt dann zu uns in die Physio und muss dann,
00:52:44: sagen wir mal, irgendwie auf dem Petsy bei sitzen oder Karne, was,
00:52:47: das macht natürlich einen relativ wenig Sinn.
00:52:50: Heißt also auch da, direkt abzuholen, pass mal auf,
00:52:52: du bist jetzt hier in der dritten Phase, in drei Phasenmodell
00:52:55: und das ist jetzt halt dein Part, wo du einfach selber aktiv sein musst.
00:52:58: Wenn du da noch Probleme hast, kannst du gerne mal vorbeikommen,
00:53:01: aber bitte nicht wochenlang den Plan hier zu knallen,
00:53:04: sondern bitte bleib aktiv.
00:53:06: Also eine echte aktive Ansprache ist daraus entstanden,
00:53:09: auch vom Therapeuten selbst.
00:53:11: Weil dazu, ich habe es versäumt, vorhin im Laufe unseres Gespräch zu sagen,
00:53:16: also Wertschätzung hat ja auch immer, also man möchte ja am Ende
00:53:19: wertgeschätzt werden für seine Arbeit, du als Unternehmer,
00:53:22: aber auch die Mitarbeiter.
00:53:24: Und das eine bin ich halt, das andere Wertschätzung
00:53:26: steht ja in direkter Verbindung zur Wertschöpfung.
00:53:29: Und ich glaube, da ist die kommunikative Fähigkeit ganz entscheidend.
00:53:33: Und wenn man dieses gemeinsame Ziel hat und sagt,
00:53:36: wir wollen natürlich die Menschen in die Aktivität überführen,
00:53:39: dann muss man auch danach handeln.
00:53:41: Und häufig scheitert es ja an der nicht vorhandenen kommunikativen Fähigkeiten.
00:53:44: Absolut, also es startet ja schon in der ersten Behandlung,
00:53:47: wo dann die Kommunikation einfach gefühlt werden muss.
00:53:50: Wo stehen wir, was machen wir hier, was sind das für Regeln,
00:53:53: wofür setzen wir uns ein, bis zu bereit überhaupt mitzugehen,
00:53:56: bevor dann in der zweiten Therapie tatsächlich dann, sagen wir mal,
00:53:59: vielleicht dann Zeitanheiten immer davon abhängig, was der Kunde so bucht.
00:54:03: Aber ja, wenn der dann dabei ist, dann bucht der vielleicht noch was dazu
00:54:07: oder sagt, okay, ja, verstehe ich, ich will auf jeden Fall langfristige Lösungen.
00:54:11: Und dann gehe ich den Weg auch gerne mit.
00:54:13: Und dann macht es als Therapeut einfach wahnsinnig Spaß.
00:54:17: Also auch dann drüben in der Drehensfläche, die Patienten dann wiederzusehen,
00:54:20: die vorher vielleicht auch dann auf Decepta waren.
00:54:23: Und dann merken, wow, das bringt ja wirklich was.
00:54:26: Also es macht doch gar noch Spaß.
00:54:28: Also die Redschaften sind inzwischen so, dass es auch einfach Spaß macht.
00:54:31: Und die Erfolge sind halt einfach auch gigantisch.
00:54:34: So halte ich das eben auch für zukunftsfähig, auch für unseren Beruf Physiotherapie.
00:54:39: Wenn man es so gestaltet, ausgestalten darf, so wie du es gerade ansprichst,
00:54:43: aber dafür brauchen wir halt Strukturen.
00:54:45: Weil das, was du vorher gelebt hast, was nicht funktioniert, war das alte Geschäftsmodell.
00:54:49: Du hast es ja einfach nur übernommen.
00:54:51: Das, was du kennengelernt hast, hast du übernommen.
00:54:53: Da hatte ich dann schon fast dahingebracht, dass du sagst, ich muss hier die Fahne einziehen.
00:54:58: Ja, so kann man zusammenfassen.
00:55:01: Aber so wie du es heute betreibst, das ist zukunftsfähig und ich glaube alles Anderes obsolet.
00:55:06: Und das ist das, was ich mir wünsche auch für die Physiotherapie.
00:55:11: Damit dieser Berufszweig weiterhin auch anklangfindet, vor allem bei den jungen Menschen.
00:55:16: Und sagt, das macht Spaß, diesen Beruf zu wählen, den dann zu leben, leben zu dürfen.
00:55:22: Und dann diese Kombination aus Passiv-Aktiv und Gestaltung am Arbeiten.
00:55:27: Aber dafür brauchen wir all das.
00:55:29: Und das fängt ja mit dir als Chef an.
00:55:31: Das möchte ihr nochmal hier jetzt an dieser Stelle auch aussprechen.
00:55:34: Du hast da meine größte Anerkennung, dass du das zugelassen hast, dass du diesen Weg gegangen bist.
00:55:39: Weil ich weiß, dass es, ja, vielleicht kann da sogar, können das viele nachempfinden, die jetzt zuhören.
00:55:45: Sehr anstrengend, ja.
00:55:47: Aber am Ende hat sich es ausgezahlt, ja. Privat wie beruflich.
00:55:51: Absolut. Top.
00:55:53: Toll.
00:55:55: Nee, finde ich auch wirklich riesen Respekt.
00:55:57: Ich kannte dich ja vorher jetzt gar nicht so, so im Detail nur so vom Hören.
00:56:01: Und auch jetzt nochmal deine Geschichte zu hören, finde ich wirklich sehr beeindruckend.
00:56:05: Was mich nochmal interessiert ist, der größte Engpass in der Physiotherapie ist ja irgendwie der Stellenmarkt.
00:56:12: Und das bekommen wir ja in der Beratung Tag für Tag mit, dass immer Stellen fehlen.
00:56:17: Ich denke immer, wenn man ein wirklich gutes, modernes, dynamisches Unternehmen ist, dann hat man damit keine Probleme.
00:56:25: Du hast jetzt so ein Unternehmen aufgebaut, hast du trotzdem noch Probleme?
00:56:28: Oder sagst du, es funktioniert mittlerweile viel besser?
00:56:32: Natürlich kann nochmal an der einen oder anderen Stelle, eine Stelle umbesetzt sein.
00:56:35: Aber hast du immer noch den großen Engpass-Stellenbesetzung?
00:56:40: Ich glaube so im klassischen Bereich nicht. Also wir sind deutlich besser aufgestellt.
00:56:44: Wir haben die Unterstützung auch schnell in die Stellenanzeigen und so was reinzugehen, wenn wir einen Engpass haben.
00:56:49: Das Modell baut sich jetzt nochmal ein bisschen anders auf, dass wir natürlich dann die Mitarbeiter ein bisschen aus diesen Vollzeitbehandlungsliege-Therapie quasi dann rausholen.
00:56:58: Was dann auch den Arbeitsplatz einfach wahnsinnig attraktiv macht.
00:57:02: Ja, eben. Das ist ja auch nochmal das, was man nach außen stellt.
00:57:04: Das ist der Unterschied am Markt, den er macht. Ja, ganz klar, das ist der Unterschied. Das ist das, was ich mir auch wünsche.
00:57:11: Wer ich jetzt Physiotherapeut, der immer nur Analyge steht und nie aktive Therapie und nie Zeit für Fortbildung, persönliche Entwicklung, würde ich sofort drüber wechseln.
00:57:22: Deswegen glaube ich auch.
00:57:26: Ja, ich glaube, das soll ja auch Mut machen den anderen da draußen, so hinterfragen. Mit welchem Geschäftsmodell bin ich da unterwegs, ist das zeitgemäß, was ich tue.
00:57:34: Das muss man erstmal hinterfragen und auch dann vom Mindset her zulassen.
00:57:39: Da ist ja eine Spielung von außen immer das Beste, was passieren kann.
00:57:43: Absolut. Ich fände noch einen Blick in die Zukunft von dir, von dir toll.
00:57:47: Oh ja, das ist, wo sie sind.
00:57:48: Das ist du, den Bewegungsfreiraum.
00:57:50: Und wir haben noch nicht über das T-Shirt gesprochen.
00:57:52: Ja, das ist eine Botschaft an Tim, genau.
00:57:56: Beep, beep.
00:57:57: Da reden wir jetzt erst über das T-Shirt.
00:57:58: Ja, wir nehmen erst mal das T-Shirt.
00:58:00: Also für Diggis nicht sehen, da ist der Roadrunner drauf.
00:58:04: Genau, wir hatten eine Schulung hier im Bildungszentrum bei Tim und wir sollten uns einen Superhelden ausdenken oder was uns dann darstellt.
00:58:13: Und das erste, was mir in den Sinn gekommen ist, ist der Roadrunner.
00:58:16: So klassisch irgendwie ein Marvel-Held oder so was mit aus, hatten wir auch einige dabei.
00:58:21: Aber bei mir war es der Roadrunner.
00:58:23: Auch tatsächlich dann in der Entwicklung eine schnelle Gedankengänge, schnelle Auffassungsgabe, etc.
00:58:29: Ja, spiegelt auf jeden Fall sehr, sehr viel da.
00:58:33: Looney Tunes war so meine Generation, glaube ich.
00:58:36: Was wäre dein Superheld, Thomas?
00:58:38: Ich habe gerade drüber nachgedacht.
00:58:40: Das möchte ich heute noch nicht beantworten, weil ich habe so viele im Kopf.
00:58:43: Da möchte ich noch mal sortieren und dann überleg ich mir wirklich meinen Superhelden.
00:58:47: In der nächsten Folge vielleicht.
00:58:48: Ich könnte es gerade auch nicht sagen, aber wir müssen in der nächsten Folge nochmal thematisieren.
00:58:51: Sehr gerne.
00:58:53: Okay, Blick in die Zukunft.
00:58:56: Blick in die Zukunft, Roadrunner läuft weiter.
00:58:58: Stimmt, genau.
00:58:59: Den lassen wir weiterlaufen.
00:59:01: Wir haben natürlich noch ein bisschen Potenzial bei uns im Studio.
00:59:05: Praxis ist gerade wirklich auch sehr, sehr gut aufgestellt.
00:59:09: Ich freue mich gerade erstmal, meine privaten Zeiten wieder zu entdecken.
00:59:16: Und in dem Moment, wo ein bisschen mehr Bewegung da reinkommt.
00:59:20: Auch dass es jetzt gerade eine Aufgabe, die ich hier bekommen habe,
00:59:23: tatsächlich ist, meinen Wochenplan mal zu bestimmen.
00:59:26: Und wie viel Zeit ich eigentlich für meine Projekte habe
00:59:29: und wie viel Zeit ich eigentlich nur beschäftigt bin.
00:59:31: Und ich möchte weniger beschäftigt sein,
00:59:33: sondern mehr an geilen Projekten arbeiten oder mal im Podcast sitzen.
00:59:37: Ja, du wirst ja gerne wiederkommen.
00:59:39: Wunderbar.
00:59:40: Genau, also solche Sachen machen mir wahnsinnig viel Freude.
00:59:43: Und deswegen brauche ich einfach ein bisschen mehr Platz in meinem Plan.
00:59:46: Und Beschäftigung finde ich, ja, die langweilige Beschäftigung setze ich zur Seite.
00:59:52: Und die coolen Sachen, die brauche ich jetzt in meinem Plan ein.
00:59:54: Da finde ich mit Sicherheit wieder neue Dinge.
00:59:56: Tja, dein Unternehmen läuft auch tag, auch ohne dich läuft es gut.
01:00:00: Ob du da bist oder nicht, mein, wenn du da bist, läuft es noch besser.
01:00:03: Keine Frage, aber das ist ja das, was viele sich ja auch wünschen,
01:00:07: dass man aus diesem Engpass herauskommt.
01:00:10: Genau.
01:00:11: Und dann eröffnen sich die Dinge, die du jetzt gerade angesprochen hast, ne?
01:00:14: So ist das.
01:00:15: Sehr geil.
01:00:16: Ich habe noch eine abschließende Frage für dich.
01:00:17: Ich hätte noch mehr, aber ich glaube, ja.
01:00:19: Ja, ich will.
01:00:20: Dann nachher wieder den Rahmen.
01:00:21: Aber ich erzähle mal.
01:00:22: Aber ich habe noch eine abschließende Frage für dich.
01:00:23: Was würdest du denn den Zuhörern raten,
01:00:25: die jetzt vielleicht eine Physiotherapie besitzen mit Trainingsbereich
01:00:30: oder auch ohne, was sie tun können, die sich vielleicht ein bisschen
01:00:34: verloren fühlen im Moment, mehr selbstständig als Unternehmer.
01:00:38: Was kannst du den Zuhörern als praktische Schritte raten?
01:00:41: Also ich glaube, als Erstes wäre tatsächlich mal wieder so ein Tag zu finden,
01:00:45: wo man einfach mal nichts tut, mal in die Ruhe reinzugehen und zu überlegen,
01:00:48: ob das, was ich gerade tue, tatsächlich das ist, was ich tun möchte.
01:00:52: Ja.
01:00:53: Und wenn da kein klares Jahr rauskommt, holt euch bitte Hilfe.
01:00:57: Es geht besser, viel besser.
01:01:00: Super.
01:01:02: Das wäre es auf den Punkt gebracht.
01:01:04: Ich finde dich geil.
01:01:06: Du hast eine geile Folge, du hast wieder so viel mitgenommen.
01:01:08: Das stimmt.
01:01:09: Jede Folge erneut sitze ich hier.
01:01:11: Aber ich finde, wir sollten das ruhig, wir sollten dieser Sache mal treu bleiben
01:01:15: und dann gerne mal auch andere hier reinholen.
01:01:18: Ich glaube, dass das sehr wichtig ist, dass man hier auch dann Menschen hat,
01:01:22: die das Ganze erlebt haben, so wie jetzt hier.
01:01:25: Wir erleben noch in Zukunft.
01:01:27: Genau.
01:01:28: Und ich glaube, dieses Feedback ist unglaublich wichtig
01:01:30: und gibt vielleicht Menschen da draußen Kraft,
01:01:33: zu sagen, ich bin nicht alleine und es gibt durchaus Möglichkeiten.
01:01:37: Ja, finde ich auch.
01:01:38: Gibt uns gerne Feedback, wie ihr es findet, wie ihr die Folge fand,
01:01:41: wie ihr das Format findet, mit auch einem anderen Praxisinhaber nochmal zu sprechen.
01:01:45: Ich fand es sehr, sehr geil, folgt dem Podcast.
01:01:48: Ja, danke nochmal für deine Offenheit und danke, dass du gekommen bist.
01:01:51: Vielen Dank.
01:01:52: Danke, dass du da warst, Christian.
01:01:53: Okay, alles Liebe, alles Gute.
01:01:54: Fühlt euch gedrückt bis zum nächsten Mal.
01:01:56: Genau, bis zum nächsten Mal.
01:01:58: Ciao, ciao.
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