#11 Leadership, das passt – Praxisteams erfolgreich führen (inkl. Selfcheck PDF)
Shownotes
Episode: Leadership, das passt – Praxisteams erfolgreich führen (inkl. Self-Check PDF) Podcast: Physio Business – Der Podcast mit Thomas & Hendrik Gast: Tim | Unternehmercoach & Berater bei [Projekt Podcast]
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Transkript anzeigen
00:00:00: Eine gute Führung ist das Erschaffen einer Welt, wo die Menschen dazugehören wollen.
00:00:05: Denn ich finde, da ist einfach so viel drin, das zeigt, was Führung alles ist und eben
00:00:11: so viel mehr als ich sage Leuten, wo es langgeht oder ich sage Leuten, was sie machen sollen.
00:00:16: Einfach, dass ich glaube, dass das für viele Führungskrifte da draußen unheimlich wertvoll ist,
00:00:22: ja, im Blick auf Führung nochmal so ein bisschen anders auszulichen.
00:00:30: Herzlich willkommen zum KWS-Podcast. Wir, die KWS-Unternehmensberatung, haben uns zur
00:00:40: Aufgabe gemacht, Physiotherapiepraxen dabei zu unterstützen, sich professionell, profitabel
00:00:45: und mit Perspektive aufzustellen. In diesem Podcast möchten wir so viel wissen wie möglich aus unserer
00:00:50: Gemeinschaft von über 150 Therapiepraxen mit euch teilen und dadurch ein besseres Morgen in der
00:00:55: Therapie schaffen. Viel Spaß beim Zuhören. Auf der einen Seite Vierkündigungen in vier Monaten,
00:01:05: auf der anderen, wir haben viel mehr Physiobewerbung als wir momentan brauchen. Was passiert,
00:01:09: wenn ein guter Charakter den Falschen oder den richtigen Führung zuträgt? Genau darum soll
00:01:14: Zeit gehen. Hallo Thomas. Hallo Hendrik, ja super, das ist ein hochgradig spannendes Thema. Ich glaube,
00:01:20: da triffst du wahrscheinlich den Nerv der Zeit. Weil Mitarbeitergewinnung ist das eine,
00:01:26: Mitarbeiterbindung das andere. Wir haben es ja auch schon in der Vergangenheit jetzt in den
00:01:30: Folgen immer wieder mit einfließen lassen und das ist ein Thema, da könnten wir uns wahrscheinlich
00:01:35: jede Woche mit beschäftigen. Auf jeden Fall, genau. Deswegen haben wir auch einen Experten heute
00:01:40: wieder dabei. Deswegen haben wir einen Experten dabei. Heute soll es nämlich ein bisschen
00:01:43: spezifischer ins Thema Führung reingehen. Wir haben schon mal drüber gesprochen, was es braucht,
00:01:47: um eine zweite Führungsebene zu implementieren. Aber der Unternehmensinhaber ist am Ende auch
00:01:52: eine Führungskraft. Wir haben Führungskräfte im Unternehmen. Was für Skills braucht man denn
00:01:56: für Führung? Das ist ja ein richtig komplexer Bereich und oft werden in diese Position auch
00:02:03: Leute gesteckt, die vielleicht noch gar nicht die Skills haben. Was braucht es denn dafür? Und ich
00:02:07: glaube, genau das können wir in der Folge mit dem Experten, den wir mitgebracht haben,
00:02:12: nochmal auseinander nehmen. Definitiv. Und du hast was Wichtiges schon gesagt. Ich glaube,
00:02:18: für alle Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, also selbst wenn du eine ganz kleine Praxis hast,
00:02:23: es geht ja hier auch um Führung und Führung heißt ja, nicht ist ja nicht abhängig von der
00:02:28: Anzahl der Mitarbeiter, sondern sobald ich selbstständig bin und einen Mitarbeiter habe,
00:02:33: heißt es ja irgendwo, ich muss mich mit diesen Menschen austauschen, beschäftigen und am Ende
00:02:37: auch führen. Auf jeden Fall. Und heute ist noch was anders. Heute sitzen wir hier in Socken. Ja,
00:02:42: genau das. Wir fühlen uns schon so wohl in unserem Podcast-Raum. Ja, wir haben es ja
00:02:48: letzte Mal schon gesagt. Ich freue mich darauf, wenn wir endlich mal eine Kamera hier stehen
00:02:51: haben, damit ihr uns auch mal im Bild seht, nicht nur in meinem Ton. Und ja, wir haben heute uns
00:02:56: getraut, die Füße uns nicht ganz nackt zu machen, wir haben noch Socken an, aber wir haben
00:03:01: tatsächlich mal gesagt, das soll für eine gemütliche Atmosphäre sorgen und wir suchen ja
00:03:06: immer wieder die Herausforderung, also das spricht die Erneuerung an sich und Veränderungen und
00:03:10: heute haben wir einfach gesagt, wir ziehen mal die Schuhe aus. Ich habe mir schon immer das Problem,
00:03:14: dass ich hier fast so am Rum hängen bin in unserem Raum. Das stimmt, also ein Bein über den Stuhl
00:03:19: schon, es wird immer heimischer, aber so soll es auch sein. Und vielleicht letztes Detail,
00:03:24: damit hast du mich heute sehr überrascht, du hast nämlich spezielle Schuhe an und die
00:03:29: begleiten mich tatsächlich schon mehr als mein halbes Leben, weil diese Schuhe finden sich
00:03:35: wie glaube ich in keiner anderen Branche zahlreich vorhanden, ja finden die sich wieder und vielleicht
00:03:43: hat unsere Branche auch dazu beigetragen, dass diese Schuhe einen internationalen Hype erlebt haben.
00:03:48: Die guten, die guten Wirken.
00:03:49: Da redest du jetzt auch genau über was ich gerede.
00:03:52: Ich bin auch ein Marketing-Opfer und ich bin auf den Wirkenstock Hype aufgesprungen.
00:03:57: Wirkenstock.
00:03:58: Geile Dinger, ich bin ein großer Fan.
00:04:02: Lass uns zu unserem Gast kommen, bevor wir uns verplappern.
00:04:08: Bei uns ist heute Tim, Tim ist Berater bei uns und Macht hat sich spezialisiert so ein bisschen
00:04:14: aufs Thema Führung und Unternehmercoaching, ist ja auch ein Bereich deiner Arbeit.
00:04:18: Tim, kannst du dich mal in ein paar Minuten vorstellen und so ein bisschen darauf eingehen,
00:04:24: was dich auch antreibt als Berater hier bei der KWS und dann eben auch als Unternehmercoach?
00:04:29: Gerne, ja erst mal danke für die Einladung, euer Wohnzimmer, ich fühle mich auch ganz
00:04:34: heimisch so auf Socken.
00:04:36: Ich habe tatsächlich nie Birkenstocks gehabt, obwohl ich ja 13 Jahre meines Lebens auch
00:04:42: als Physio unterwegs war.
00:04:44: Haben wir schon eine Gemeinsamkeit.
00:04:45: Ich habe auch nie welche gehabt, ich war der Antibirkenstock und bin es tatsächlich bis
00:04:50: heute geblieben.
00:04:51: Tatsächlich war ich immer die Fraktion Turnschuh.
00:04:53: Ja, ich auch.
00:04:54: Und ja, ich glaube es hat mir aber auch nicht geschadet gefühlt.
00:04:59: Ich glaube da muss jeder so ein bisschen seinen Weg und seinen Stil finden und das
00:05:04: ist ja auch ein guter Shortcut schon zum Thema Führung, weil du hast ja auch gerade schon
00:05:11: angesprochen Hendrik, da beschäftige ich mich viel mit bei uns und vor allen Dingen auch
00:05:17: so mit dem individuellen Führungsweg, weil jeder Mensch ist anders, das durfte ich in meinem
00:05:23: Leben auch lernen.
00:05:24: Ich habe ja fünf, sechs Jahre auch Selbstzentren geleitet und stand da oft eben auch so ein
00:05:31: bisschen vor dem ein oder anderen Rätsel.
00:05:34: Warum klappt das jetzt gerade mit den Mitarbeitern nicht so, wie ich mir das vorstelle und was
00:05:40: ist der Grund dahinter und wo mir so die erste Erleuchtung kam bei meinem ersten Führungskräfte
00:05:46: Workshop, wo ich das erste Mal mit in Verbindung gekommen bin, mit so Sachen wie unterschiedliche
00:05:51: Persönlichkeiten, vielleicht redet man mit dem einen Mensch besser so, damit es für
00:05:57: ihn besser ankommt, damit er sich das besser annehmen kann und so weiter, das war tatsächlich
00:06:02: für mich völlig neu in dem Moment.
00:06:04: Es gibt Menschen, die haben das vielleicht so ein bisschen ja schon früh kennengelernt
00:06:09: und für mich war das völlig neu, aber umso faszinierender auch, weil ich auf einmal gemerkt
00:06:14: habe, okay du kommst mit den Menschen ganz anders auf eine Welllinge und die Beziehung
00:06:20: verbessert sich einfach, dadurch, wenn man sich so ein bisschen auf den anderen Menschen
00:06:23: auch einstellt, dabei aber auch ganz ganz wichtig und das sage ich auch in allen Coachings
00:06:28: und auch in den Seminaren, die ich gebe, sich selber nicht verliert, also man soll sich nicht
00:06:33: selber komplett verbiegen, damit man beim anderen ankommt, sondern trotzdem Authentizität,
00:06:39: schwieriges Wort, aber auch ein wichtiges Wort und gerade in der Führung ist das für
00:06:44: mich ein riesen Thema, du hast gerade die Skills angesprochen, die sind extrem wichtig
00:06:49: und da sollte man sich auch nicht zu, ja ich hätte es fast gesagt, nicht zu schade sein
00:06:56: beziehungsweise, einfach immer wieder auch selber die Erlaubnis geben, ich darf mich
00:07:00: immer weiter entwickeln, nichtsdestotrotz, das aber auch alles so zu time und so zu
00:07:06: machen, dass es seine eigene Persönlichkeit ja zugute kommt und ja die eben nicht verfälscht.
00:07:13: Du bist ja mit deiner Vorstellung als Person schon so crashmäßig in das Thema eingestiegen,
00:07:20: da merkt man, du brennst dafür, ich finde deine Wieter extrem spannend, vielleicht magst
00:07:24: du darüber auch noch mal ganz kurz sagen, weil du warst ja nicht von vornherein Führungskraft,
00:07:28: sondern du bist zur Führungskraft geworden, ja hast nachher auch einige größere Praxen
00:07:34: und Therapiezentren geleitet, aber tatsächlich bist du ja auch mal Mitarbeiter gewesen und
00:07:39: das finde ich so spannend, weil du auch die andere Seite kennengelernt hast, wie bist
00:07:45: du in diese Branche eigentlich hineingekommen?
00:07:47: In die Physiobranche, ja, die Physiobranche durch einen Zufall war mein Plan B, ich wollte
00:07:55: eigentlich Sport studieren und ja Long Story Short, habe im ersten Versuch die Aufnahmeprüfung
00:08:03: nicht geschafft, obwohl ich gut trainiert hatte, eine Verletzung, wollte ich in Köln
00:08:07: studieren, ein Bohr um mich geschafft.
00:08:11: Ach Thomas, die gleiche Aufnahmeprüfung wie in Köln, ich war tatsächlich, ich habe auch
00:08:14: mal ein Sportstudium Aufnahmeprüfung gemacht an der Uni Duisburg tatsächlich, dann gibt's
00:08:21: da überhaupt eine Aufnahmeprüfung?
00:08:22: Ja, gibt's, ja und die war auch eigentlich easy, aber ich konnte absolut keinen Seil springen
00:08:28: und die erste Übung war Seil springen und ich bin sofort rausgeflogen.
00:08:32: Ja gut, das liegt aber auch ein bisschen an deiner Generation, also ihr habt ja das
00:08:37: Pech gehabt, dass auch schon Schul-Sport ja gar nicht mehr stattgefunden hat, man muss
00:08:41: ja wissen, der ist ja ein bisschen jünger.
00:08:43: Ach Schul-Sport hat er ja noch, aber ja, es ist so koordinativ.
00:08:47: Das stolpt man dann schon über seine eigenen Beine.
00:08:49: Ja auf jeden Fall.
00:08:50: Ja, kann ich bei Norddea mal richtig weiss, nein, nein, ich weiss, du bist ja sehr sportlich.
00:08:54: Na ja, wie gesagt, ich habe mich auch gut vorbereitet tatsächlich, haben mir alle gesagt,
00:09:00: trainiere gut und habe mich dann kurz vor der Prüfung verletzt, habe bin dann aber trotzdem
00:09:06: angetreten und man hat ja einen Streichergebnis und für mich war es damals wusste ich auf
00:09:10: jeden Fall Kugelstoßen und im Endeffekt war ich dann auch noch etwas zu langsam auf 100
00:09:15: Meter und dann habe ich gedacht, egal, mache ich noch mal und dann kam so wie das manchmal
00:09:20: so ist, die Vernünftstimme der Eltern, so ja, kannst du machen, aber such dir vielleicht
00:09:23: mal einen Plan B.
00:09:24: Ja.
00:09:25: Und dann habe ich mich das erste Mal mit Ausbildungen beschäftigt und bin dann auch Physio gekommen,
00:09:30: weil ich mit 13 selber mal Physio hatte und dann habe ich mich dran erinnert und damals
00:09:35: hatte ich eine junge, hübsche, holländische Physiotherapeutin.
00:09:37: Sie sollte es anders sein.
00:09:38: Sie sollte es anders sein und die haben mit mir Fußball gespielt und Trambulinen springen
00:09:42: gemacht und ich habe gesagt, das ist ja ein geiler Job, den mache ich.
00:09:47: Genau, und dann war ich - Beschreiben passt nicht ganz.
00:09:51: Ja, doch manchmal schon, manchmal schon, ja.
00:09:54: Okay.
00:09:55: Und dann habe ich ja als Physio gearbeitet, habe dann aber für mich gemerkt, okay, ich
00:10:00: möchte einfach noch ein bisschen mehr sehen, mich weiterentwickeln, habe dann Sportmanagement
00:10:04: studiert, im Fernstudium und bin dann eben auch in die Leitung gekommen, erst als fachliche
00:10:10: Leitung dann eben aber auch mit Vollverantwortung für ein bis zwei Praxen, hatte aber auch
00:10:16: noch Vorgesetzte, also habt da quasi auch mal so das -
00:10:19: Die Doppelrolle, ne?
00:10:20: Die Doppelrolle, so dieses zwischen den Stühlen sitzt, was mir oder uns ja eben auch jeden
00:10:24: Tag oft begegnet.
00:10:26: Ja, klar.
00:10:27: Zweite Führungs eben, hatte der ja auch schon das Thema, auch eine große Herausforderung
00:10:32: ja, und dann eben durch diesen Führungskräfte Workshop dann ja der Wunsch oder eben auch,
00:10:39: dass ich gemerkt habe, okay, das interessiert mich wirklich, so da den Menschen eben mit
00:10:43: kleinen Sachen teilweise wirklich weiterhelfen zu können.
00:10:46: Manchmal ist es ja auch einfach nur eine Frage, die du stellst oder, dass du demjenigen den
00:10:51: Tipp gibst, achte doch mal vielleicht auf das und das, sodass du dich da und damit schon
00:10:55: mal beschäftigt.
00:10:56: Und das reicht manchmal, um sich das Leben gerade auch als Führungskraft viel, viel leichter
00:11:01: machen zu können oder eben auch in die richtige Richtung bringen zu können.
00:11:05: Also das finde ich war jetzt nochmal sehr wertvoll, weil man hört ja, du hast wirklich
00:11:12: alle Facetten in unserer Branche schon kennengelernt, du warst dort Mitarbeiter, du bist Physio,
00:11:16: ja, also du verstehst wie wir denken, ja, das ist ja bei mir ähnlich, ja, und welche
00:11:22: sage ich auch mal Herausforderungen uns begegnen in unserem Alltag, insbesondere wenn wir uns
00:11:26: selbstständig machen.
00:11:27: Man bringt ja viel mit, wenn es um die fachliche Kompetenz der Behandlung geht, aber was man
00:11:33: eben überhaupt nicht mitbringt, ist Führungswissen oder überhaupt Unternehmensführung und spätestens
00:11:38: dann, ja, wenn man natürlich auch wächst, Mitarbeiter dazu bekommt, dann entsteht ja
00:11:42: wirklich eine große Herausforderung.
00:11:45: Und natürlich am Ende sind wir auch in einem Wirtschaftszweig, wo Dienstleistung totale
00:11:51: herrscht.
00:11:52: Das braucht die anderen ja, um am Ende auch eine, nicht nur da sein Berechtigung zu haben
00:11:57: für das Unternehmen, sondern auch eine gewisse Wirtschaftlichkeit, damit sich das Ganze überhaupt
00:12:01: lohnt.
00:12:02: Also am Ende ist das ja von kommunikativer Fähigkeit extremst abhängig, ne.
00:12:07: Dienstleistung totale wäre wieder was fürs Phrasenschwein.
00:12:11: Habe ich es wieder gesagt?
00:12:12: Ja, genau.
00:12:13: Wir haben ja seit der letzten, du siehst ja jedes große Schwein von Lena, ne, das
00:12:18: hat sie uns hier hingestellt und jedes Mal, wenn eine Phrase kommt, meine wäre Schwarmintelligenz,
00:12:23: ne.
00:12:24: Dann muss ich immer empfüllen.
00:12:25: Oder Dienstleistung totale.
00:12:26: Oder Dienstleistung total.
00:12:27: Also immer dann, wenn ich mich wiederhole, dann darf ich hier direkt was reinschmeißen.
00:12:31: Mal sehen, wie voll das Ding wird nach der hundertsten Folge oder so.
00:12:35: Ich bin gespannt.
00:12:36: Sieht schon gut genährt aus.
00:12:37: Sieht schon gut genährt aus.
00:12:38: Spricht nicht für uns, oder?
00:12:40: Ja, was soll man sagen, ne?
00:12:43: Ne, ich find's auch geil, du bringst richtig viel Erfahrung mit.
00:12:46: Ja.
00:12:47: Ich find's auch sehr, sehr wichtig, dass man diese Bereiche auch mal selber kennengelernt
00:12:50: hat.
00:12:51: unbedingt.
00:12:52: Du bist ja jetzt auch als Berater bei uns tätig, also berätst richtig Physioreinrichtungen
00:12:57: und machst nebenbei auch noch so ein Unternehmercoaching.
00:12:59: Mhm.
00:13:00: Kannst du uns darüber noch mal ein bisschen was erzählen?
00:13:02: Über das Unternehmercoaching.
00:13:04: Ja.
00:13:05: Ja.
00:13:06: Also Thomas hat ja vorhin im Intro schon so ein bisschen gesagt, Führung fängt ja im
00:13:09: Grunde genommen nicht an, erst wenn du zehn Mitarbeiter hast.
00:13:13: Für mich tatsächlich fängt es bei null Mitarbeitern an.
00:13:17: Mhm.
00:13:18: Denn es gibt ja den schönen Spruch, das wäre was für mein Phrasenschwein, wer sich selbst
00:13:23: nicht führen kann, kann auch andere nicht führen.
00:13:25: Ja.
00:13:26: Gut, dass du das sagst.
00:13:27: Das ist eigentlich auch etwas, was ich immer gerne in den Mund nehme.
00:13:30: Ja.
00:13:31: Und das ist ja tatsächlich auch genau so, ne?
00:13:34: Ich bär auch dieses Beispiel einfach, wenn du in die Praxis gehst und regst dich immer
00:13:39: auf.
00:13:40: Ja, hier ist es unordentlich, hier wird nicht aufgeräumt, kennt jeder Physioinhaber,
00:13:43: ja.
00:13:44: Ich lasse nicht immer die Rollen rumliegen und so weiter.
00:13:46: Und dann guckst du bei dir zu Hause und es ist auch alles unordentlich.
00:13:51: Mhm.
00:13:52: So.
00:13:53: Und das ist einfach so ein bisschen dieses, wie sich das, wie du selber unterwegs bist,
00:13:59: auch als Führungskraft, sich das überträgt auf die Menschen, die du führst daneben auch,
00:14:03: ne?
00:14:04: Und das ist einfach auch wichtig, erstmal bei sich selber so ein bisschen anzufangen,
00:14:08: okay, wie führe ich mich denn selber überhaupt, ne?
00:14:10: Ich hab mal vor kurzem noch ein schönes Buch gelesen und da ging es drum, ja okay, manche
00:14:18: Menschen sagen vielleicht, ich bin kein Unternehmer oder ich bin keine Führungskraft.
00:14:21: Und da stand halt drin, doch sobald du am Leben bist, bist du im Grunde genommen deine eigene
00:14:27: Führungskraft.
00:14:28: Du musst dich selbst führen, ja.
00:14:29: Ja, du musst dich selbst führen und du hast im Grunde genommen auch eigentlich alle Abteilungen,
00:14:34: die es auch in einer Praxis oder in einem Unternehmen gibt, ja.
00:14:36: Du hast eine Marketingabteilung, ja, du musst dich selbst eben verkaufen, ja, sei es jetzt
00:14:41: irgendwie in einer Beziehung, ja, im Datingleben, ja, sei es, du musst deine Finanzen zu Hause
00:14:48: im Griff haben, im Idealfall, ja, das heißt, man kann eigentlich nicht Führungskraft sein,
00:14:54: zumindest für sein eigenes Leben erstmal, ne?
00:14:57: Und was ich erstmal wichtig finde, damit fängt alles für mich an, ist diese Entscheidung
00:15:03: zu treffen.
00:15:04: Die Verantwortung und sich auch die Frage zu stellen, jetzt im Berufskontext, möchte
00:15:09: ich überhaupt Führungskraft sein?
00:15:11: Finde ich ganz wichtig, also das sind ja ähnliche Herausforderungen, die mir auch begegnet sind
00:15:16: in meiner Vita.
00:15:17: Und ich finde, ja, Unternehmer musst du sein, so wie du auch Physiotherapeut sein musst.
00:15:23: Das musst du von deiner Grundhaltung und Einstellung einfach sein.
00:15:26: Ich glaube, da beginnt alles, ne?
00:15:28: Welches Mindset hast du zu dem, zu dieser Rolle, die du jetzt einnimmst, ja?
00:15:31: Und ich finde, so wie du, so wie ich es gerade gesagt habe, Physio musst du sein, ne?
00:15:37: Musst du eben auch Unternehmer sein, also das, ich will nicht sagen, dass man das nicht
00:15:41: werden kann, aber die Grundhaltung muss einfach schon da sein, ne?
00:15:45: Und das, was du gerade gesagt hast, Einstellung, ja, mit welcher Einstellung komme ich da
00:15:49: in den Betrieb, ja, was lebe ich vor, ja, ich glaube, das ist ganz entscheidend, ne?
00:15:55: Und dabei unterstützt du dann die Unternehmer auch, ja, so einen eigenen Führungsstil zu
00:16:00: entwickeln, sich selbst zu führen, das ist dann sozusagen Inhalt deines Coachings?
00:16:04: Genau.
00:16:05: Also, da geht es tatsächlich erst mal darum, so sich so ein paar grundsätzliche Fragen
00:16:09: zu stellen, mit denen sich die meisten noch nie beschäftigt haben, eben so möchte ich
00:16:13: überhaupt Führungskraft sein, weil das ist so wie du sagst, Thomas, ne?
00:16:18: Ich glaube, das ist man entweder oder nicht, ne?
00:16:20: Und wie fühlst du es?
00:16:21: Wir rutschen dann ja einfach so rein, ja?
00:16:23: Wir sagen dann, ja, wir machen uns selbstständig, wollen aber eigentlich nur selbst, ja, selbstständig
00:16:30: sein und physio bleiben, ja?
00:16:31: Einfach nur vielleicht, ja, unser eigenes Ding machen, vielleicht ein bisschen mehr
00:16:36: Geld verdienen, was auch immer es die Gründe gibt oder uns nicht mehr sagen lassen, was
00:16:40: wir tun sollen.
00:16:41: Genau, also erst mal so ein paar grundsätzliche Fragen sich zu stellen, sich so ein bisschen
00:16:46: zu reflektieren und dann eben, was mir besonders Großes anlegen ist zu gucken, was bin ich
00:16:52: für ein Mensch und was kann ich für eine Führungskraft sein, ne?
00:16:56: Weil ja, es gibt mittlerweile extrem viele Führungskräfte, Coachings, Programme und
00:17:02: so weiter, weil wie du es schon angesprochen hast, Thema Skills.
00:17:05: Bieten wir ja auch an, ne?
00:17:07: Bieten wir ja auch an und das geht aber vor allen Dingen in meiner Wahrnehmung auch darum
00:17:12: zu gucken, na ja, wie tickle ich denn selbst und dementsprechend, wie sollte ich auch führen,
00:17:18: ja?
00:17:19: Weil wenn du Mensch bist, der es gewohnt ist, klare Ansagen zu machen, ja?
00:17:23: Und vielleicht auch schon, da habe ich festgestellt, kommt viel aus der Familie, du warst irgendwie
00:17:27: der Älteste von, weiß ich nicht, fünf Geschwistern, da rutscht man, glaube ich, so ein bisschen
00:17:32: schon automatisch in so ein Führungsrollereien, ja?
00:17:35: Bist es gewohnt, andere zu führen und so weiter.
00:17:39: Und dann auf einmal anfängst zu sagen, okay, bei jeder kleinsten Entscheidung, okay, was
00:17:46: wollt ihr denn?
00:17:47: Worauf habt ihr denn Lust, ne?
00:17:49: Und dann bist du ja einfach nicht mehr authentisch, ne?
00:17:52: Zum Beispiel, ja.
00:17:53: Also runtergebrochen verstehe ich daraus Klarheit vor Verständnis, ne?
00:17:57: Was meinst du damit?
00:17:58: Also ich finde, es ist doch wichtig, dass ich klar bin und klare Anweisungen gebe, dass
00:18:03: mir also Klarheit vor Verständnis, wenn ich immer nur Verständnis für alles habe, ja,
00:18:08: dann ist das nett, aber kann auch dazu führen, dass auch sich nichts bewegt und ich glaube,
00:18:13: dass Menschen wollen, ist ja auch klar zu wissen Klarheit, Klarheit vor Verständnis,
00:18:17: ne?
00:18:18: Und ich denke, da muss man, das muss man eben auch an den Tag legen, dass man sagt, okay,
00:18:25: war das, was ich gesagt habe, die Regeln, die ich aufgestellt habe, die für uns alle
00:18:29: allgemein gültig sein sollten, ist Klarheit da, ja, weil sie, ich brauche ja auch als
00:18:33: Mitarbeiter Klarheit, ja.
00:18:35: Und nicht nur immer, ich habe für dich Verständnis und für dich Verständnis und für dich Verständnis,
00:18:40: ne?
00:18:41: Klarheit, vor allen Dingen auch in der Richtung, dass du für dich klar bist, wie bin ich als
00:18:48: Mensch und wie führe ich auch als Mensch, da fängt alles an und dann kannst du es ja
00:18:52: eben auch weitergeben und du hast völlig recht Thomas, Klarheit ist ein wichtiges Thema und
00:18:58: vor allen Dingen, ich sage das auch immer in meinen Seminaren so schön, das Thema, die
00:19:03: Menschen wollen so ein bisschen auch, wie nennt man das, psychologische Sicherheit oder Vorhersagbarkeit
00:19:09: auch so ein bisschen, ne?
00:19:10: Wenn du als meine Führungskraft den einen Tag so auftrittst, ja, und haust einfach raus,
00:19:16: so, wir machen das so, so, so und so, was ihr denkt, interessiert mich nicht, ja.
00:19:19: Und am anderen Tag, ja, ähnliches Thema sagst du dann, oh Leute, was wollt ihr denn?
00:19:25: So, ja, das heißt, dann sitze ich da als Mitarbeiter, habe ich schon erlebt, ne?
00:19:30: Als Mitarbeiter teilweise innerhalb von einer halben Stunde dieser Switch und als Mitarbeiter
00:19:35: sitzt du dann und denkst du, hä, ja, was denn jetzt?
00:19:38: Ja, genau, das meinte ich damit, ne?
00:19:39: Ja, und dann ist es ja so, mit beiden Varianten und dann sind wir schon so ein bisschen auch
00:19:44: beim Thema Führungsstile, ja, es gibt ja autoritären Führungsstil, Laissez-faire-Führungsstil
00:19:49: und so weiter, ja, oder auch situativen Führungsstil, kann ich vielleicht gar nicht was zu sagen,
00:19:56: wichtig ist ganz einfach, mit jedem Führungsstil oder mit jeder Persönlichkeit hast du ja auch
00:20:01: Leute, die dir folgen wollen.
00:20:03: Es gibt auch Chefs, wo manche sagen, oh Gott, da bist du, bist du gerne als Mitarbeiter
00:20:08: und sagen, ja klar, der macht klare Ansagen, ja, da muss ich nicht viel denken, finde
00:20:12: ich gut, so werde ich gerne geführt, dann sagen andere aber, okay, das wäre überhaupt
00:20:16: nicht meinen Chef, ne?
00:20:18: Die brauchen eher einen Chef, der fragt, okay, was braucht ihr denn, was wollt ihr denn,
00:20:22: was ist eure Meinung und dementsprechend finde ich es einfach so wichtig, dass du für dich
00:20:25: selber klar bist, was bin ich für einen Chef, wie möchte ich sein, ja, dementsprechend
00:20:30: ziehst du dann auch die richtigen Mitarbeiter an, die mit deiner Art zu fühlen sich wohlfühlen
00:20:36: und klarkommen und was noch viel wichtiger ist, finde ich, du musst dich selber mit deiner
00:20:41: Art zu fühlen, wohlfühlen.
00:20:42: Finde ich super spannend, vielleicht kannst du das auch nochmal verdeutlichen, weil ich
00:20:47: hatte ja jetzt am Anfang das Beispiel genannt, entweder wir haben vier Leute, die kündigen
00:20:52: innerhalb von wenigen Wochen oder ich kriege eine Bewerbungswelle mit vielen verschiedenen
00:20:57: Bewerbern und das es ja einen ziemlich großen Unterschied macht, was ich dann für eine Führungskraft
00:21:02: bin und wie ich auf solche Situationen reagiere, kannst du das vielleicht nochmal daran so
00:21:06: ein bisschen verdeutlichen?
00:21:07: Ja, also ich finde es ja so witzig sehr, sehr viele Praxen eben auch als Berater, fahren
00:21:13: ja auch raus vor Ort und mittlerweile bin ich der Meinung, wenn ich erst die Praxis sehe
00:21:20: und kenne den Inhaber noch nicht, kann ich mir schon ein gutes Bild anhand der Praxis
00:21:26: und wie die Leute da miteinander und mit den Patienten umgehen, vom Inhaber machen und
00:21:31: umgekehrt, wenn ich erst den Inhaber kennenlerne, dann kann ich mir schon ungefähr vorstellen,
00:21:36: wie die Praxis läuft und das ist tatsächlich, finde ich, so spannend, weil ja häufig eben
00:21:41: die Inhaber sagen, ja, aber das hat ja mit mir gar nichts zu tun und da kommt dann das
00:21:47: Thema ins Spiel, was hat das für Auswirkungen und was du jetzt angesprochen hast, zum Beispiel
00:21:55: Vierkündigungen innerhalb von vier Monaten, das ist schon relativ viel und es gibt ja
00:22:00: auch den schönen Spruch, ich schmeiß gleich was wieder ins Phrasenschwein, also ich bin
00:22:04: da auch König drin, es gibt auch den schönen Spruch, du verlässt kein Unternehmen, sondern
00:22:10: einen Chef und in dem Fall war es tatsächlich so, dass es eine Führungskraft gab, die eigentlich
00:22:16: eine total sympathische Person war und von der Art her eigentlich sehr viel Wert darauf
00:22:21: gelegt hat, wie die Leute, dass die Leute sich wohlfühlen und so weiter, dann aber
00:22:26: ich weiß nicht, ob irgendwie gelesen oder gehört hat, ja, aber ich bin ja Chefin, ich
00:22:30: muss ja klare Ansagen machen und dann tatsächlich teilweise, ja, muss man schon so ein bisschen
00:22:36: sagen, wie die Axt im Walde, dann klare Ansagen gemacht hat, was halt aber ihr eigentlich
00:22:41: gar nicht entsprach und das merken Menschen dann auch und die sind eigentlich zu, ins
00:22:48: Unternehmen gekommen, weil sie gesagt haben, okay, das ist eine nette Person und ist mir
00:22:51: sympathisch und da kann ich mitbestimmen und dann kommen solche Sachen, die eigentlich
00:22:55: dazu nicht passen, ja, und die sind dann gegangen, also Authentizität spielt dabei eine Rolle,
00:23:01: Riesenrolle, aber davor von dem, bei dem was du gesagt hast, ging mir in der ganze Zeit
00:23:05: immer so ein Spruch durch, weil ich brech gerne immer so runter, der Fisch fängt am Kopf
00:23:10: anzustinken.
00:23:11: Den Spruch mag ich nicht, aber der beschreibt ja, muss man schon zugeben oder in einem
00:23:18: Satz all das, was du gerade so gesagt hast, und ich meine, das wird keiner wahrhaben
00:23:23: und keiner findet ja, das ist ja immer eine zwischenmenschliche Beziehung, wenn Trennung
00:23:28: erfolgen, dann geht man immer davon aus, dass der andere dran schuld ist und man sucht
00:23:33: ja seltenst mal den Grund bei sich selbst und da ist ja so ein Mentoring dann ja auch
00:23:40: total wichtig, dass man sich da Hilfe holt und dann auch mal prüfen lässt, liegt es
00:23:46: vielleicht doch an meinem Stil, nicht vielleicht doch an dem, wie ich handle.
00:23:50: Ja, und es gibt ja auch genau das Gegenbeispiel, das hast du ja auch schon genannt, Hendrik,
00:23:55: das teilweise ist es so, da sagen Praxen ja, also wir können uns eigentlich vor Bewerbungen
00:24:01: kaum retten, auch Physio und wo dann alle anderen Praxen sagen, hey, wie machen die das denn?
00:24:06: Und wenn du dann einfach mal so mit den Leuten sprichst und dann sagst ja du eigentlich,
00:24:09: früher war das nicht so, aber dann haben wir uns irgendwie nochmal mit uns selber beschäftigt,
00:24:14: haben vielleicht ein paar interne Streitigkeiten ausgeräumt, als Inhaber hat man sich vielleicht
00:24:20: auch nochmal hinterfragt oder eben auch nochmal an sich gearbeitet und das scheint dann eben
00:24:26: auch nach außen auszustrahlen, sagt du, wir machen das und das für uns intern gemacht
00:24:30: und auf einmal kommen die Bewerbungen rein und das ist tatsächlich was, was ich jetzt
00:24:35: schon oft erlebt habe, dass sobald du innerlich mit dir, mit deinem Unternehmen erstmal zu
00:24:42: Frieden bist und innerlich die Leute auch sagen, ja hier arbeite ich gerne, dann kommen
00:24:47: eben auch die Leute fast von alleine und das hört sich immer zu schön an und wahr zu sein,
00:24:52: aber das ist tatsächlich ja auch so das, was man immer sagt, du musst das, was du haben
00:24:58: möchtest, erst mal im Innen gestalten, damit es sich im Außen zeigen kann und das ist das,
00:25:02: was ich auf jeden Fall jeden Tag in der Führung erlebe, was da auch auf jeden Fall funktioniert.
00:25:07: Also kann ich fett unterstreichen, weil das gleiche sehe ich da draußen eben auch, auch
00:25:12: in meinen Betriebsanalysen und ich mache ja jeden Tag mindestens zwei und da gibt es
00:25:18: ganz viel Aufholbedarf und dann kommt ja häufig auch entweder, ja, wer soll ich es denn jetzt
00:25:23: machen, mal bin ich zu streng, mal bin ich zu laissez-faire und dann, ich glaube, was immer
00:25:27: mitschwingt, das findet sich natürlich auch in unserer Branche sehr stark, wir sind sehr
00:25:32: harmoniebedürftig und dann ist es meistens eher, man ist nicht zu streng, sondern man
00:25:36: ist eben harmoniebedürftig und man stellt keine Spielregeln auf, man versucht es eigentlich
00:25:43: immer den anderen Recht zu machen, das steht im absoluten Vordergrund, man macht Unterschiede
00:25:49: zwischen den Mitarbeitern und das sind ja alles Dinge, die da am Ende dazu führen, wie
00:25:54: du gerade gesagt hast, dass die Menschen gehen und zwar nicht wegen den Patienten, sondern
00:25:58: wegen der schlechten Führung, ja, aus ihrer Sicht und ich gebe dir vollkommen recht die
00:26:03: Menschen, die darin investiert haben, das ist auch eine Investition in die Persönlichkeit
00:26:08: und das am Ende auch mal schriftlich zusammentragen in einem werte Management, ja, dann wenn man
00:26:13: das jetzt im Monat aufbaut und nach außen trägt ins Employer Branding auch, ne, alles wächst
00:26:18: von innen nach außen so wie du es schön beschrieben hast, ja, da fängt alles an, alles immer vom
00:26:23: innen nach außen, ne, und wenn man das jetzt nach außen trägt und man kann es ja regelrecht
00:26:28: auch dann vermarkten, dann ist das auf jeden Fall ein riesen Wettbewerbsvorteil und dann
00:26:33: am Ende ist man wie Magnet und zieht auch die Menschen an, ja, und sagt Mensch, da muss
00:26:37: ja was anders sein, vielleicht endlich jemand, der versteht es richtig zu führen, ne.
00:26:41: Ja, ich finde zwei Sachen ganz wichtig, die du angesprochen hast, einmal, dass man von
00:26:45: sich aus erstmal guckt, was kann ich denn gut als Führungskraft, sich das schon mal bewusst
00:26:51: ist, was bin ich für eine Führungskraft und dann aber auch so ehrlich ist und zuzugeben,
00:26:55: was kann ich denn vielleicht auch nicht, ne, und was mir ganz oft begegnet, dass die Führungskräfte
00:27:01: von vornherein immer der Meinung sind, als Chef muss ich alles können, ich muss alles
00:27:04: können, ich muss alles wissen und ich muss perfekt sein.
00:27:07: Ja, das ist ein Trugschluss.
00:27:08: Ja, ein Trugschluss, genau, aber ein häufiger Trugschluss und kann ich auch unterschreiben.
00:27:13: Und ich kann dir auch sagen, wenn Chefs anfangen Fehler zuzugeben, ja, dann steigt die Mitarbeiter
00:27:20: Akzeptanz und Zufriedenheit sofort an, ne, weil die Menschen merken, okay, das ist
00:27:26: auch nur ein Mensch, ja, und da gibt es Fehler, das ist auch nicht perfekt, aber das nimmt
00:27:32: den Mitarbeitern ja auch den Druck, dass sie sagen, ja, okay, ich kann auch Fehler machen,
00:27:36: ne, wenn ein Chef ist, der versucht, immer perfekt zu sein, wo er eh niemand perfekt ist,
00:27:40: ne, und Michael sagt ja auch immer so schön, perfekt ist langweilig, ja, das stimmt, stimmt,
00:27:45: ne, und das ist ja auch keine Anknüpfungspunkte dann, ne, das heißt, das ist einmal wichtig,
00:27:50: dir selbst bewusst zu sein, was kann ich, was kann ich vielleicht auch nicht und deswegen
00:27:53: auch dann gerne dir ein Führungsteam zu suchen, die dich gezielt in den Punkten unterstützen
00:27:58: können, wo du vielleicht eben nicht deine Stärken hast, was aber auch völlig okay ist,
00:28:01: ja, das heißt jetzt eine zweite Führungsebene oder ein Partner, ne, Partnerin, was auch immer,
00:28:06: werden wir auch oft Unternehmerpärchen, ne, interessanterweise, die sich dann auch gut
00:28:09: ergänzen, ja, und dann aber auch das Thema nochmal Weiterentwicklung als Führungskraft,
00:28:15: das ist ja auch gerade angesprochen und ich habe da ein schönes Beispiel, ein Unternehmer,
00:28:20: mit dem wir angefangen haben zu arbeiten, dann ging es drum auch um Unternehmensführung,
00:28:25: da hat er gesagt, Tim, ich habe festgestellt, ich bin gar kein Unternehmer, ich habe das
00:28:29: irgendwie, wie hat das so schön ausgesehen, ausversehen, ist es gut gegangen, so die
00:28:33: letzten 10, 15 Jahre, so, und ich habe das nie gelernt und auch so mit den Mitarbeitern
00:28:40: in den Umgang und ich kann das nicht und ich will das auch nicht lernen, so, und für den
00:28:43: war das aber auch wichtig, sich erstmal selber die Erlaubnis zu geben, okay, ich, es ist okay,
00:28:48: auch wenn ich was gewisses nicht kann oder nicht will, ne, und ich muss nicht sofort
00:28:52: den ganzen Laden verkaufen, weil, den Gedanken und da werde, wirst du mir Recht geben, Thomas,
00:28:57: ich glaube, so ein Drittel von unseren Kunden hatte den schon mal, so, oh Gott, das stimmt
00:29:01: sogar mehr, also, weil du kommst ja an diese Herausforderung, stellst du davon mal fest,
00:29:07: du brauchst Fähigkeiten, die du nicht hast, die du nicht gelernt hast, anders als die
00:29:10: fachliche Kompetenz im Bereich Physio, die du mitbringst, manchmal mehr sogar, also
00:29:15: da ist auch keine Mangelware generell in unserer Branche, ich glaube nicht, dass wir fachlich
00:29:19: da unglaublich Aufholbedarf haben, sondern im Gegenteil, da wird ja unglaublich viel
00:29:24: Zeit und Geld hinein gepumpt, ja, weil da ist man intrinsisch motiviert, aber, aber
00:29:30: wenn es um Unternehmensführungen geht, dass ich glaube, hat wirklich so gut wie keiner
00:29:34: auf dem Schirm, dafür brauche ich immer auch Fähigkeiten, wenn ich es nicht habe, muss
00:29:37: ich mir aneignen und ich finde, das, was du gerade sagt, das ist auch nochmal ein
00:29:41: geiles Beispiel, weil es ist doch nicht schlimm, wenn ich für mich die Entscheidung treffe,
00:29:45: ich will das nicht, ich kann das nicht, ja, weil das setzt voraus, ich bin vielleicht
00:29:48: nicht konfliktfähig, ja, ich kann, weil wenn du fürst musst du auch mal Konflikte, dann
00:29:53: wirst du Konflikte erleben, ja, du wirst dich auch mal mit dem Mitarbeitern reiben müssen,
00:29:57: ja, und wenn man all sagt, das will ich nicht, und ich möchte lieber Therapeut sein, das
00:30:04: ist ja auch nicht schlimm, wenn man, wie ich im Bildlichgesporn immer sage, du kannst
00:30:07: ja eigener des Schiffes sein und ich sage, wo finde ich dich im Maschinenraum, ja, aber
00:30:11: ich bin trotzdem eigener des Schiffes und treffe final die Entscheidung, aber auf dem Führungsdeck
00:30:15: sitzt dann jemand, der die Fähigkeiten hat, den bezahl ich dafür und der wuppt das Ganze,
00:30:21: ne, übertrieben gesehen, es könnte jetzt auch die Lebenspartnerin sein, die Betrieb
00:30:25: vielleicht ist und wenn die eben sich ereignet, ja, dann sage ich, ist zwar meine Praxis,
00:30:30: aber meine Frau führt das Regiment, ne, könnte ja sein, ne, oder umgekehrt mein Mann, also
00:30:36: ja, es ist einfach wichtig selber zu wissen, wo ist dein Zielbild auch, ne, willst du dein
00:30:42: Leben lang, ist ja auch okay, noch im Maschinenraum sein mit 20, 30 Stunden am Patient, genau,
00:30:48: ist völlig okay, oder willst du nur noch, ich hatte mal einen Unternehmer, der hat gesagt,
00:30:52: Tim, ich möchte eigentlich maximal vier Stunden in der Woche im Unternehmen sein und das soll
00:30:56: trotzdem laufen, ja, das sind dann so die beiden, beiden Extreme und wie gesagt, beides ist okay
00:31:01: und als Chef ist es eben für dich wichtig, dann dafür zu sorgen, dass die richtigen Leute
00:31:05: da sind und dich dabei unterstützen und auch ganz kurz um das Beispiel zu beenden von
00:31:09: gerade, ab dem Moment, wo der Unternehmer dann gesagt hat, ne, ich kann nicht, ich will
00:31:14: das nicht, ja, da hat er so ein bisschen Zeit gebraucht und seitdem hat er eine unglaubliche
00:31:18: Entwicklung gemacht, ne, in diese Richtung auch Thema, sich mit den Mitarbeitern zu
00:31:23: beschäftigen und bei dem war es auch ganz, ganz spannend, dann mit dabei, weil da war
00:31:30: das Thema Wertschätzung ganz großes, ne, empfundene Wertschätzung von den Mitarbeitern
00:31:34: und da war auch eben diese so ein bisschen Ratlosigkeit, okay, wir machen doch schon
00:31:39: so viel, wir machen das, wir machen das, wir machen das und es ist aber nicht angekommen
00:31:42: bei Mitarbeitern und dann sind die hingegangen und haben Mitarbeitergespräche geführt und
00:31:47: haben unter anderem die Frage gestellt, was bedeutet für dich lieber Mitarbeiter Wertschätzung,
00:31:52: man fühlt es zu dich von uns wertgeschätzt und die sagt, das war, Tim, es war so ein
00:31:57: Augenöffner und so eine Range kam, der einer hat gesagt, ach, er braucht mir nicht auf
00:32:04: die Schulter klopfen, ich weiß, dass ich gut bin, ich möchte einfach nur das durch Geld
00:32:09: honoriert haben, ja, der anderen hat gesagt, du das und das ist mir wichtig, Lob ist mir
00:32:13: wichtig oder regelmäßig was zusammen zu machen und da war so eine Range und das hat
00:32:18: denen wirklich die Augen geöffnet, gesagt, Tim, das war so wichtig, dass wir das gemacht
00:32:22: haben, weil das uns einfach so viel Verständnis für die Menschen auch gegeben hat und das
00:32:27: ist auch, glaube ich, einfach ein ganz, ganz wichtiger Punkt im Thema Führung, Menschen
00:32:33: zu verstehen und zu gucken, okay, was ist den Menschen eben auch wichtig, was brauchen
00:32:37: die Menschen, um sich wohl zu fühlen, weil das ist für mich auch ein ganz, ganz wichtiger
00:32:42: Punkt im Thema Führung.
00:32:44: Was ist, was ist der Nutzenden denn da daraus, also wenn ich jetzt Zeit und Geld investiere,
00:32:49: um mir diese Fähigkeiten anzueignen, ja, um optimal führen zu können, ja, was ist dann
00:32:54: der tatsächliche Nutzen für mich als Enhaber der Praxis?
00:32:57: Ja, genau, das wäre auch das gewesen, dass ich noch interessant finde, sich vor Augen
00:33:01: zu führen, wozu ist Führung überhaupt gedacht und ich glaube, würde ihr mir zustimmen, wenn
00:33:08: man sagt, dass es, dass so eine grobe Definition wäre,
00:33:11: Menschen auf ein bestimmtes Ziel auszurichten und mitzunehmen und zu motivieren.
00:33:16: Ziel zu erreichen gemeinsam.
00:33:19: Ja, ja, auch. Das ist mit Sicherheit ein Teil davon. Genau.
00:33:23: Was soll das Ganze überhaupt, Thomas? Würde man im Ruhrgebiet fragen?
00:33:26: Genauso ist es. Lass uns doch mal jetzt Dachles erleben.
00:33:29: Auf Punkt dir!
00:33:31: Was habe ich denn davon?
00:33:33: Was habe ich denn davon, wenn ich jetzt Zeit und Geld investiere?
00:33:35: Was bringt mir das denn dann?
00:33:37: Das sage ich dir, Thomas.
00:33:39: Also erstmal für dich selber?
00:33:41: Sag mal.
00:33:43: Jetzt bin ich mal gespannt.
00:33:45: Mein Opa hat mir mal ein Wörterbuch "Ruhrport Deutsch" geschenkt.
00:33:52: Ich kannte auch fast alle Ausdrücke.
00:33:54: Ich wahrscheinlich.
00:33:56: Komm mal raus, dass du brauchst.
00:33:58: Was hast du davon?
00:34:00: Im Endeffekt geht es einmal erst mal um dich, dass du dich in der Situation wohl fühlst.
00:34:05: Dass du dich sicher fühlst in deiner Führungssrolle.
00:34:08: Und dass du auch Spaß dran hast.
00:34:10: Spaß, das finde ich richtig.
00:34:12: Was und Freude, dass man eben was zu tust.
00:34:15: Weil viele Führungskäufte mit denen ich spreche, das ist so ein bisschen so,
00:34:18: naja, es ist halt so notwendiges Übel.
00:34:21: Ich muss halt führen, weil es halt mein Laden so.
00:34:24: Und das ist aber auch Spaß machen kann.
00:34:26: Das ist viel neu tatsächlich.
00:34:28: Und das erlebt man dann eben erst, wenn man so ein bisschen seinen Weg gefunden hat.
00:34:32: Und es macht dir einfach vieles einfacher.
00:34:34: Es macht es dir einfach, hat man gerade schon Mitarbeiter zu finden, Mitarbeiter zu binden.
00:34:39: Und eben aber auch dann die Leute mitzunehmen.
00:34:42: Also weniger Reibungsverlust.
00:34:44: Weniger Reibungsverlust.
00:34:45: Und wenn die Leute einfach ja auch zufrieden sind, erstens bleiben sie dann gerne.
00:34:48: Und Physios kennen Physios, können dann auch Menschen überzeugen.
00:34:52: Vielleicht, hey, wir brauchen gerade noch Physios, kommt doch zu uns, ist cool bei uns.
00:34:56: Und eben aber auch die Leute einfach viel einfacher mitzunehmen.
00:35:00: Und das überträgt sich dann ja auch auf die Patienten.
00:35:03: Ja, denn auch das wieder ein schöner Spruch.
00:35:07: Ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat.
00:35:09: Dass man, wie man mit den Menschen umgeht, also wie du mit deinen Mitarbeitern umgehst,
00:35:14: überträgt sich auch darauf, wie die mit den Patienten und Kunden.
00:35:17: So wie ich den Wald rufe, so schalten.
00:35:19: Du kommst dann wieder raus.
00:35:20: Ja, genau.
00:35:21: Ja, mein Gott.
00:35:22: Ja.
00:35:23: Das Fraßeschweife.
00:35:24: Ja, das ist die Urput-Philosophie.
00:35:27: Lektion 1.
00:35:29: Lektion 1.
00:35:31: Immer Wald.
00:35:32: Immer Wald.
00:35:33: Genau.
00:35:34: Aber weißt du, was mich auch jetzt hier nochmal so interessiert.
00:35:39: Also momentan, wir haben ja einen Arbeitnehmermarkt.
00:35:42: Und wenn ich jetzt so hinaus schaue, dann sehe ich ja, was da für Angebote rausgehauen werden.
00:35:49: Also viele Sachleistungen.
00:35:51: Du bekommst dies, du bekommst das.
00:35:54: Und was denkst du, was ist wichtiger?
00:35:56: Der Fokus auf die Sachleistung, in dem ich sage, kriegst du ein E-Bike.
00:36:00: Und dies noch.
00:36:01: Und übrigens eine Altersvorsorge wie sonst nirgendswo und und und.
00:36:05: Oder würdest du sagen, das ist etwas, was auch nicht jeden bindet und jeden hält.
00:36:12: Und am Ende auch nicht unbedingt dafür sorgt, dass dieser so Charakter entsteht.
00:36:16: Weil du hast ja durchaus Recht.
00:36:19: Es gibt auch bei uns in unserer Gemeinschaft Unternehmen, die in diesem Bereich schon sehr stark sind.
00:36:23: Und die haben ja wirklich eine Anziehungskraft, selbst dörflich gesehen, wo Leute Fahrzeiten auf sich nehmen, um dort arbeiten zu dürfen.
00:36:32: Also, was denkst du?
00:36:35: Ja, also ich finde einmal das Thema Sachleistung oder oder Gehalt oder Geld.
00:36:41: Ist für mich was, was passen muss einfach für denjenigen, dass der sagt, ja, damit kann ich mein Leben bestreiten und für das, was ich brauche.
00:36:49: Und kann vielleicht auch mal einen schönen Urlaub machen, den ich eben gerne machen möchte.
00:36:54: Das heißt, ich finde, das ist was, was eben auch passen muss und fair sein muss.
00:36:57: Und ich bin aber auch völlig bei dir, Thomas.
00:37:00: Das ist eben nicht und das ist auch meine Erfahrung eigentlich durch die Bank, nicht der Hauptfaktor ist, um Menschen zu binden.
00:37:07: Sondern da geht es tatsächlich immer darum, wie wird mit mir umgegangen?
00:37:11: Wie ist das Klima untereinander?
00:37:14: Der Kollegen, wie kann ich mich selbst entfalten? Was kriege ich für eine Verantwortung auch?
00:37:18: Auch das ist ein großes Thema in Führung, Verantwortung abzugeben.
00:37:22: Und das macht was mit den Menschen.
00:37:25: Wenn Sie merken, mein Chef vertraut mir, der gibt mir die Verantwortung für den und den Bereich.
00:37:30: Menschen weiterzuentwickeln ist ja auch ein großer Bereich in der Führung.
00:37:34: Und das erlebe ich ganz, ganz oft, dass da die Menschen viel, viel mehr sich eben mit dem Unternehmen identifizieren
00:37:42: und das Unternehmen dann eben auch voranbringen, was vielleicht auch dann wirtschaftliche Folgen hat.
00:37:46: Und dann kommt eigentlich der wirtschaftliche Erfolg dann oder die wirtschaftliche Wertschätzung dann von alleine.
00:37:51: Und grundsätzlich ist es ja so, sagt man ja auch nochmals Thema Sachwertschätzung oder wirtschaftliche Wertschätzung hält.
00:38:00: Wie lange, wisst ihr das?
00:38:03: Ich habe da schon mal was gelesen, aber sag du uns das doch, das scheint auf deinen Lippen zu glänzen gerade.
00:38:08: Wie lange hält das, meinst du jetzt?
00:38:10: Du kriegst jetzt von mir eine Gehaltserhöhung als Physio.
00:38:13: Ja.
00:38:14: Und wie lange erhöht das deine Zufriedenheit?
00:38:16: Oh, das ist eine spannende Frage, wenn ich so drüber nachdenke.
00:38:20: Ich würde sagen, wenn ich jetzt niedrig ansetze, würde ich sagen ein halbes Jahr oder bis zu einem Jahr würde ich jetzt ein Maximum ansetzen,
00:38:30: vielleicht sogar kürzer, drei Monate.
00:38:33: Drei Monate?
00:38:34: Und dann eben sich das erstmal bewusst zu machen und dann zu sagen, okay, wenn ich das Spiel spielen will, dann wird es auf Dauer hinten raus, aber schwierig.
00:38:43: Eine Ending-Story.
00:38:44: Ja, eine Ending-Story.
00:38:45: Gut, aber am Ende muss man ja schon sagen, die betrieblichen Nebenkosten werden ja weiter steigen und auch die Gehaltsansprüche.
00:38:50: Und das betrifft ja nicht nur unsere Branche, sondern alle anderen Branchen auch.
00:38:53: Also Wirtschaftlichkeit spielt eine Rolle, aber ich bin 100 Prozent bei dir, sie ist nicht die entscheidende Rolle, um Menschen dauerhaft zu binden.
00:39:00: Und schon mal gar nicht im Arbeitnehmermarkt, weil wenn ich sage, okay, ich komme fürs Geld, dann gehe ich auch fürs Geld.
00:39:05: Wenn das der einzige Grund ist, da zu bleiben, dann bin ich ein Söldner und da, wo ich mehr bekomme, dann bin ich tschau tschau weg und das war es.
00:39:14: Und mit solchen Menschen macht es keinen Spaß zu arbeiten, weil die werden auch kaum mit dir etwas rocken und an der DNA des Unternehmens arbeiten
00:39:22: und am Ende dafür sorgen, dass diese Praxis auch eine Daseinsberichtigung hat.
00:39:26: Wir gehen aber auch gerade nochmal so was anderes durch den Kopf und zwar, wenn man das jetzt so hört, wenn man uns jetzt zuhört,
00:39:35: dann könnte ja schnell aufbloppen, oh mein Gott, das ist ja unglaublich zeitintensiv.
00:39:40: Wenn ich so führen möchte, ich muss selber in mich hinein investieren, kostet Zeit, kostet Geld, ja okay, jetzt eign ich mir die Dinge an.
00:39:47: Aber in der Struktur, wie viel Zeit brauche ich denn für ein gutes, ich nenn es jetzt Management, wenn es um die Führung geht, der Mitarbeiter.
00:39:57: Ist das von der Mitarbeiteranzahl sicherlich abhängig oder was denkst du?
00:40:03: Ja, also ich denke, dass es nicht von der Anzahl der Mitarbeiter abhängig ist, ein Stück weit komme ich gleich kurz zu.
00:40:09: Vor allen Dingen kommt es erst noch so ein bisschen drauf an, was bringst du mit?
00:40:13: Ja, dir das erstmal bewusst zu sein, wie viel musst du noch entwickeln.
00:40:17: Und wie gesagt, welcher Intensität willst du in die Führung rein?
00:40:22: Und da muss man einfach dann für sich ernsthaft nochmal eine Bestandsaufnahme machen.
00:40:27: Okay, wie viel Entwicklungsbedarf habe ich denn noch?
00:40:30: Und dann für sich einfach auch so ein bisschen wie so ein kleinen Fahrplan aufstellen.
00:40:34: Das Wichtigste ist, also man kann glaube ich nicht pauschal sagen, wie viel Zeit brauche ich, was man aber pauschal sagen kann, du brauchst Zeit.
00:40:41: Und dir die wirklich auch, und das ist das, woran es meiner Erfahrung nach am häufigsten scheitert, die sich die Leute nicht einplanen.
00:40:49: Ja, bei Wiedin auch, wenn ich jetzt sage, guck mal, ich stehe 40 Stunden an der Bank.
00:40:53: Und manchmal ja auch vielleicht als Feuerwehr, weil gerade eine Schwangerschaft mal hineingekommen ist.
00:41:00: Geplumpst.
00:41:01: Aufpassen, was ich sage, geplumpst, der hineinkommt und sagt, hallo, ich bin Schwanger dort.
00:41:07: Ja, ich freue mich für dich.
00:41:08: Aber eigentlich auch nicht.
00:41:09: Ja, zumindest wenn es um die Arbeit geht, heißt das jetzt mehr Aufwand.
00:41:12: Und am Ende bleibt es bei mir hängen, so Punkt.
00:41:15: Und jetzt, auf der anderen Seite, brauche ich Zeit für den Rest der Mitarbeiter, wie viele auch immer das sein mögen.
00:41:22: Ob ein oder fünf oder zehn oder ja.
00:41:26: Also, ich brauche ja Zeit für diese Führung.
00:41:31: Und ich brauche eine Struktur wahrscheinlich auch.
00:41:34: Eine klare Struktur, Meeting-Kultur, ja, lässt grüßen, also das, oder?
00:41:40: Ja, da habe ich ein sehr schönes Beispiel von einem sehr erfolgreichen Unternehmer, den wir auch betreuen.
00:41:45: Der gesagt hat, Tim, am Anfang hatte ich total Angst, mich auszuplanen, auch Physio, mich auszuplanen.
00:41:52: Und ich gesagt habe, da kommt ja kein Geld rein.
00:41:54: Der hat ja auf jeden Fall schon dieses Wirtschaftliche.
00:41:57: Und der gesagt hat, Tim, aber als ich mich dann getraut habe und mich immer mehr ausgeplant habe
00:42:02: und dann auch wieder Phrasenschwein wird heute sehr, sehr dick, haben Unternehmen gearbeitet und nicht immer Unternehmen.
00:42:08: Hast du noch nicht gesagt heute, oder?
00:42:10: Nee, ich noch nicht, aber bestimmt der eine oder andere schon.
00:42:13: Sagt er, hat sich das Ganze verdoppelt und verdreifacht, der Umsatz.
00:42:19: Weil ich einfach viel mehr Möglichkeiten hatte, das zu steuern.
00:42:22: Und ja, Thomas, du hast recht, da ist die Selbstorganisation ganz entscheidend.
00:42:26: Gerade am Anfang, aber auch immer im Prozess, sich selber Gedanken zu machen,
00:42:31: was sind wirklich meine wichtigen Aufgaben, was kann ich auch abgeben?
00:42:34: Thema Delegieren ist ja auch ein großes.
00:42:37: Und sich davon vornherein wirklich mal eine feste Planung zu machen.
00:42:41: Weil was ich oft erlebe, ist, dass die Menschen eher wie ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau führen, die löschen Brände.
00:42:49: Aber die agieren nicht.
00:42:51: Das heißt, die planen sich nicht bewusst ein.
00:42:53: Und es reicht ja vielleicht erst mal am Anfang ein, zwei Stunden in der Woche,
00:42:57: dass ich sage, die Block, ich bin aber auch wirklich fest, da kommt nichts anderes rein.
00:43:00: Und da mache ich mir nur Gedanken über die Zukunft des Unternehmens
00:43:03: oder was will ich hier noch entwickeln.
00:43:05: Dabei würdest du mir aber helfen, weil das ist auch eine Hilfe, die dringend notwendig ist.
00:43:10: Weil Selbstorganisation, Selbstmanagement ist bei den meisten Physios, ehrlich gesagt, nicht vorhanden.
00:43:16: Also das ist ja der Grund, warum ich auch immer sage, die zentrale Stelle in einer Therapieeinrichtung ist am Ende die Rezeption,
00:43:23: die wir ja auch Praxismanagement nennen, also unberechtigterweise, weil das ist die zentrale Stelle.
00:43:29: Und die managen am Ende auch mich in meiner Leistung als Physiotherapeut.
00:43:34: Und jetzt geht es ja darum, mich auch nochmal zu managen und zu organisieren, ein gutes Time-Management für mich selbst zu finden.
00:43:40: Und das glaube ich gelingt nur, indem man sich da auch mal an die Hand nehmen lässt
00:43:44: und dann die Erfahrungen anderer schon nutzt.
00:43:48: Wir haben dies gemacht, damit man dann Weg für sich findet aus diesem Engpass heraus.
00:43:53: Ich glaube, alleine schafft man das nicht.
00:43:55: Ist sehr schwer.
00:43:57: Ist schwer, genau.
00:43:58: Also das erlebe ich eben, wie gesagt, auch oft einfach, dass die Menschen da sehr dankbar sind,
00:44:02: wenn sie da in die Hand genommen werden und sagen, ja, Tim ist mir schon klar, dass ich da irgendwie noch Bedarf habe,
00:44:08: aber wie mache ich das denn?
00:44:09: Ja, genau.
00:44:10: Und ich die auch fragen.
00:44:11: Ja, genau.
00:44:12: Kann ich dir ja sagen?
00:44:13: Ja.
00:44:14: Weiß ich.
00:44:15: Also es geht halt, wie gesagt, einfach erstmal grundsätzlich darum, gerne, wie gesagt, begleitet macht es immer Sinn,
00:44:22: einfach weil man dann, weil sonst ist man ja immer und das ist auch wieder so ein schönes Bild in seinem Tunnel.
00:44:27: Also in seinem Weltbild.
00:44:28: Und ja, da ist vielleicht auch manchmal drin, okay, ich habe keine Zeit, weil ich muss ja nur an der Bank stehen,
00:44:34: damit wir die Patienten bahnen können.
00:44:36: Und dann muss einfach von außen Licht in den Tunnel reinkommen und dir eine andere Sichtweise ermöglichen
00:44:42: und dir sagen, okay, du, es geht vor allen Dingen auch erstmal um deine Selbstorganisation.
00:44:46: Ja, okay, habe ich schon mal von gehört, aber wie mache ich das denn?
00:44:49: Wie gesagt, das ist einfach was, was dann auch direkt hilft.
00:44:53: Beziehungsweise was dann eben auch wichtig ist.
00:44:56: Und deswegen habe ich mein Coaching auch so ein bisschen umgestellt.
00:44:58: Ich habe früher immer quasi am Block gemacht, einen Tag, was sehr intensiv war,
00:45:02: sowohl für die, oder diejenige, die ich gecoached habe, als auch für mich,
00:45:06: weil sechs, sieben Stunden am Stück ist schon viel.
00:45:10: Und dann ist es jetzt so gemacht, dass wir quasi einmal so einen kleinen Kick-off machen, so zwei, drei, vier Stunden.
00:45:15: Ja, und dann zwei Follow-up-Termine, wo man einfach dann nochmal ins Gespräch geht, okay, wie läuft es denn jetzt gerade?
00:45:22: Und das hast du ja auch, Thomas, es geht ums Tun.
00:45:25: Es geht immer ums Tun und das gerade da extrem wichtig auch nachzuhalten.
00:45:30: Und auch da, wie bei Patienten, das kennst du auch, Thomas, kleine Erfolge aufzuzahlen.
00:45:35: Genau.
00:45:36: Ich habe es vor kurzem gehabt, da sagte eine Unternehmerin, Tim, boah, ich habe nichts.
00:45:39: Also wir haben das ja besprochen mit der Selbstbereitung, aber ich habe nichts umgesetzt.
00:45:42: Und dann sind wir es nochmal durchgegangen und dann hatte sie die Hälfte von dem umgesetzt, was wir gemacht haben.
00:45:47: Und er sagte, oh, Tim, jetzt wo du das alles so schön grün gemacht hast, in unserem Protokoll, ja, jetzt fühle ich mich schon direkt viel besser.
00:45:55: Und es macht ja auch was mit dem Menschen, wenn er merkt, ey, das bringt was, das bringt mich weiter.
00:46:00: Aber wie gesagt, da muss ich sagen, das ist wie früher als Therapeut, diese kleinen Erfolge.
00:46:05: Musst du den Menschen einfach nochmal präsentieren und bewusst machen, damit sie eben auch motiviert bleiben.
00:46:11: Weil nichts anderes ist es ja auch, ja. Die Führungskraft ist ein Mensch wie jeder andere auch.
00:46:16: Und wenn du merkst, ich mache, ich mache, ich mache und ich merke keine Erfolge, ja, dann gibst du irgendwann auch,
00:46:22: entweder gibst du auf oder du hast keine Lust mehr und sagst dann, ja, okay.
00:46:27: Ist im Grunde ein Veränderungsprozess, ja.
00:46:29: Und diesen Veränderungsprozess, den begleitest du und das finde ich gut, man muss ihn halt begleiten.
00:46:33: Es ist kontinuierlich begleiten. Und nicht indem man sagt, ich nehm jetzt mal auf, was du so gesagt hast.
00:46:39: Ich gehe jetzt einmal dahin zu einem Seminal, was es sich, da gibt es von der IRK ein Führungsseminar, da gehe ich jetzt hin.
00:46:45: Und danach kann ich...
00:46:46: Und dann von der KWS?
00:46:48: Und dann kann ich führen, ja. Also ich glaube, du kannst ja aus so einem Seminal immer nun Impuls rausholen, ja.
00:46:54: Und jetzt geht es in die Umsetzung. Und du musst es ja umsetzen, ja.
00:46:59: Und in der Umsetzung jetzt eine dauerhafte Begleitung dabei zu haben, ich glaube, das ist entscheidend, weil dann verändert sich wirklich etwas, ne.
00:47:06: Ja.
00:47:07: Damit bei alle Höhen und Tiefen und du wirst ja auch mal wieder hinfallen, du wirst, ja, dann brauchst du jemanden, der dich wieder Stütz aufbaut und dich wieder neu einreiht.
00:47:15: Es ist sicher nichts anderes wie ein Trainer beim Sport, ja, den man dann braucht bei so einem Veränderungsprozess.
00:47:22: Ja, wir haben jetzt viel darüber gesprochen, was es so braucht für gute Führung.
00:47:26: Ich finde es richtig geil, euch beiden zuzuhören, ich habe jetzt gar nicht so viel dazwischen geredet, weil ich die Dynamik gerade richtig geil finde.
00:47:33: Und auch selber nochmal richtig viel mitnehmen.
00:47:35: Jetzt kriege ich ein schlechtes Gewissen.
00:47:36: Wie ein schlechtes Gewissen.
00:47:37: Ja, der sieht so entspannt aus mit seinen Socken und seinen Dirkenstocks.
00:47:40: Ja, ja, ja.
00:47:41: Ich bin richtig happy, dass wir gerade alles von euch mitzunehmen.
00:47:45: Okay, dann ist das ja gut. Ja, wir wollen dich ja hier nicht ausschließen.
00:47:49: Was? Was? Nein, nein.
00:47:50: Aber ich persönlich habe jetzt keine Führungserfahrung.
00:47:52: Deswegen finde ich das cool auch nochmal von euch zwei, die da halt wirklich praktische Erfahrungen mitbringen und du auch als Coach das nochmal zu hören.
00:47:59: Worauf es denn dann auch am Ende ankommt.
00:48:01: Was ich mir, wenn ich euch jetzt zur Zuhöre noch als schwierig empfinden würde, ist dann Führung am Ende zu skalieren.
00:48:09: Weil wir haben jetzt viel davon gesprochen, wie führt man Mitarbeiter direkt, ne?
00:48:12: Also zum Beispiel, ich bin jetzt eine kleine Praxis und ich bin Inhaber.
00:48:16: Ich habe meine drei, vier Mitarbeiter und die führe ich jetzt, ne?
00:48:20: Dann geht es natürlich viel, wie ich schon gesagt habe, und Feedbackgespräche, um auch mal Brände löschen,
00:48:26: wenn es mal irgendwie zwischen zwei Personen so ein bisschen hakt oder auch die Leute dann zu motivieren,
00:48:31: eine Vision, Mission auch auszurichten, Ziele zu erreichen.
00:48:35: Was mich dann nochmal in dem Kontext interessieren würde,
00:48:38: wie ist es denn dann, wenn man es, wenn man es größer aufzieht?
00:48:41: Jetzt kann es ja losgehen, jetzt habe ich eine zweite Führungsebene, die dann sozusagen diesen Part der Mitarbeiterführung für mich so ein bisschen übernimmt.
00:48:50: Da kann ich mich wahrscheinlich auch nicht ganz rausziehen.
00:48:52: Aber der nächste Schritt, wäre ja dann für mich auch als Inhaber, weil du machst ja jetzt auch immer Unternehmercoaching,
00:48:57: wo es dann auch mit den Inhabern zusammen ist, dann führe ich ja Führungskräfte.
00:49:02: Siehst du da nochmal einen Unterschied?
00:49:04: An sich erstmal nicht.
00:49:10: Wobei es da dann natürlich auch darum geht, und deswegen ist ja so die eigene Entwicklung als Führungskraft so wichtig,
00:49:16: dass du das dann auch weitergeben kannst.
00:49:19: So, was waren so meine Hindernisse vielleicht als Führungskraft?
00:49:22: Und wie gesagt, es geht immer darum, sich mit den Menschen auch zu beschäftigen.
00:49:26: Was habe ich denn für eine zweite Führungsebene?
00:49:28: Vielleicht habe ich da auch schon einen oder eine drin, wo ich sage, boah,
00:49:33: das ist eigentlich eine bessere Führungskraft, als ich jemals war.
00:49:36: Und da muss ich vielleicht wenig Input geben.
00:49:39: Und dann habe ich eine Führungskraft, da muss ich vielleicht viel Input geben.
00:49:42: Also ich glaube, das Führen an sich, also viel Beschäftigen mit den Menschen, die ich eben bei mir habe,
00:49:49: weil ohne Menschen brauche ich nicht so viel Führen außer mich selber.
00:49:53: Da sind es einfach andere Inhalte, wenn ich Führungskräfte führe sozusagen.
00:50:00: Teilweise grundsätzlich geht es aber immer darum, zu gucken, was braucht der Mensch von mir?
00:50:05: Braucht der Input? Braucht er einfach Vertrauen? Braucht er vielleicht ein bisschen mehr Freiraum?
00:50:09: Ja, auch manchmal. Also da ist es eben ganz, ganz wichtig, zu gucken.
00:50:13: Und das ist auch Teil des, zum Beispiel, des Unternehmercoachings,
00:50:17: dass man seine Mitarbeiter noch besser kennenlernt.
00:50:21: Ich hatte mal einen vorgesetzt, mit dem ich mich eigentlich nicht so gut verstanden habe,
00:50:26: von dem habe ich aber auch was Schönes gelernt, nämlich da ging es ums Thema Arztakrise.
00:50:31: Also sich um Ärzte zu kümmern und dann sagte Tim, ich versuche mal von jedem Arzt,
00:50:34: mit dem ich mich beschäftige, 50 persönliche Dinge rauszufinden, die jetzt nicht so offensichtlich sind.
00:50:42: Und dann sagte Tim, wenn ich 50 persönliche Dinge von dem bei ist,
00:50:45: dann habe ich in der Regel ein gutes Verhältnis zu dem.
00:50:48: Und dann mache ich das immer...
00:50:50: Ja, ich stelle mir gerade vor, wie er an diese 50 Dinge kommt.
00:50:58: Also dann geht er dann zu einem Detektiv, der dann jemanden beauftragt.
00:51:03: Im Gespräch? Immer im Gespräch.
00:51:05: Ach im Gespräch? Ja.
00:51:07: Und da geht es ja tatsächlich auch darum, ich fühle mich auch schon ganz heimisch hier,
00:51:11: ich lümmel mich hier so rum.
00:51:13: So, und da geht es halt tatsächlich darum, ich gebe dann den Unternehmern auf die Aufgabe mit,
00:51:18: versuch doch mal von jedem Mitarbeiter erst mal fünf bis zehn persönliche Dinge in Erfahrung zu bringen.
00:51:24: Und alleine, das ist für viele schon eine Herausforderung, sich erst mal damit zu beschäftigen.
00:51:29: Aber das ist so der erste Schritt dahin, einfach zu gucken,
00:51:33: okay, wie muss jeder einzelne Mitarbeiter entwickelt werden?
00:51:37: Und ja, vielleicht braucht der eine braucht immer unheimlich klare Ansagen,
00:51:40: der andere braucht aber mehr, dass ich ihn mit auf den Weg nehme.
00:51:43: Und sowas gibt man dann als Inhaber auch an die zweite Führungsebene weiter solche Techniken,
00:51:48: die man dann richtig aus seiner eigenen Erfahrung gelernt hat.
00:51:51: Genau, deswegen ist es immer wichtig auch, und das gibt den Tipp, gebe ich auch immer,
00:51:55: wenn man sich mit solchen Sachen beschäftigt, am besten erst mal selber damit beschäftigen.
00:52:01: Und nicht erst mal seine zweite Führungsebene zu Coachings oder zu Seminaren schicken,
00:52:06: denn das hatten wir auch schon, die zweite Führungsebene aus einer Praxis bei uns im Seminar sitzen
00:52:12: und die erste Führungsebene war aber noch nicht da gewesen.
00:52:15: Und dann haben die so zugehört und sagten, ja, das ist super alles, was ihr erzählt,
00:52:20: aber erzählt das bitte auch mal unseren Chefs.
00:52:22: Also das finde ich einfach wichtig, weil du es dann,
00:52:25: und das hast du ja auch schon gesagt, auch Thomas, aus eigener Erfahrung die Sachen weitergeben,
00:52:30: ist erstens viel authentischer und du kennst eben auch die Stolpersteine
00:52:34: und kannst die Leute dann viel besser begleiten.
00:52:37: Okay, also damit verhindert man auch, dass man am Ende toxische Mitarbeiter hat,
00:52:42: die alles vergiften.
00:52:44: Oder das ich grad sagst, finde ich auch nochmal super interessant.
00:52:47: Was ich ja sehr faszinierend finde, sind dann die ganz riesigen Unternehmen,
00:52:51: die ja wirklich wie so ein riesiges Diagramm aufgezeichnet sind
00:52:56: mit so vielen verschiedenen Führungsebenen.
00:52:58: Was ich, glaube ich, mir in dem Kontext vorstellen kann, was schwierig herauszufinden ist,
00:53:03: ja, wie kommt die Führung denn dann auch unten an oder auf den verschiedenen Ebenen?
00:53:08: Du hattest grad schon mal erwähnt, dass die Mitarbeiter das so ein bisschen auch widerspiegeln.
00:53:12: Hast du noch Punkte, wie man denn jetzt erkennt, bin ich eine gute Führungskraft
00:53:16: oder bin ich keine?
00:53:18: Du hast jetzt gerade, also deswegen komme ich drauf, ne, habe ich toxische Mitarbeiter,
00:53:21: daran kann man es ja vielleicht auch schon so ein bisschen ableiten.
00:53:24: Muss da nochmal was für die Leute, um sich selbst zu reflektieren?
00:53:26: Ja, also erst mal das Thema auch Mitarbeiter zufriedenheit,
00:53:31: da kann man ja eben, da ist für mich tatsächlich Mitarbeitergespräche ein sehr, sehr wichtiges Tool,
00:53:37: dann aber eben auch tatsächlich eigene Zufriedenheit.
00:53:40: Also man selber ist ja ein guter Gradmesser,
00:53:42: weil man ist ja auch Teil seines Unternehmens
00:53:44: und dass man sich fragt, du geh ich eigentlich gerne zur Arbeit.
00:53:47: Und auch das hatte ich schon, dass das Chefschefin gesagt hat,
00:53:50: ich gehe im Moment überhaupt nicht gerne zur Arbeit mit riesen Bauchschmerzen.
00:53:53: Das heißt, es tatsächlich zwei Faktoren oder drei Faktoren.
00:53:57: Eigene Zufriedenheit ist ein guter Gradmesser, Mitarbeiter zufriedenheit,
00:54:01: aber auch Patienten zufriedenheit.
00:54:03: Wenn alle zufrieden sind, immer natürlich auch vorausgesetzt,
00:54:06: die Wirtschaftlichkeit passt, dann kann man sagen, ja.
00:54:10: Ich habe hier nochmal ein Beispiel aus dem Alltag.
00:54:13: Also ein Chef, der ständig gestresst ist, emotional ausbricht
00:54:16: oder unzuverlässig handelt, der wird sich immer schwer haben,
00:54:20: ein stabiles Team zu führen.
00:54:22: Und auf der anderen Seite, eine Person, die ruhig ist, fokussiert
00:54:27: und selbstbewusst auftritt, hat automatisch mehr natürliche Autorität,
00:54:31: ganz ohne Druck.
00:54:32: Und ich glaube, wenn man das beherzigt, was du gerade gesagt hast,
00:54:35: dann das wünscht sich ja jeder am Ende autoritär sein, aber ohne Druck.
00:54:39: Und ich glaube, wenn man das hinkriegt, dann wird man echt so ein Magnet
00:54:44: und zieht die Menschen an.
00:54:46: Ganz kurz nochmal zum Thema, was du gerade gesagt hast, Hendrik.
00:54:49: So dieses hierarchiemäßige Größer, das Unternehmen.
00:54:52: Es gibt eine schöne Untersuchung von wegen, wie viel kommt von der Information,
00:54:57: die ich weitergebe, auch an.
00:54:59: Und es ist tatsächlich so ein Reibungsverlust von 50% von Ebene zu Ebene.
00:55:04: Das heißt, wenn ich zum Beispiel sieben Hierarchieebene im Unternehmen hätte
00:55:07: und ich gebe oben 100% Information, kommt am Ende 1,5% noch an.
00:55:12: Verzerrung, stille Postprinzip und so.
00:55:15: Und deswegen ist eben auch wichtig, dass man gerade, wenn man größer wird,
00:55:19: so was hat wie eine zweite Führungsebene und dann eben auch immer ein engen Austausch.
00:55:23: Also, dass die Leute jeweils einen guten Austausch mit den Mitarbeitern haben,
00:55:28: die sie führen, dann aber eben auch mit der nächsten Höhrenebene sozusagen.
00:55:32: Ich meine, in unseren Praxen gibt es ja meistens vielleicht noch eine zweite Führungsebene,
00:55:36: aber jetzt nicht irgendwie sechs oder sieben Hierarchiestufen.
00:55:39: Aber auch da ist Thema Meetingkultur Thomas, was du für ihn angesprochen hast,
00:55:42: ist einfach ein wichtiges, dass man da regelmäßig sich austauschen kann kommunizieren.
00:55:46: Kommunikation ist generell immer ein Thema in den Unternehmen von beiden Seiten.
00:55:51: Mitarbeiter sagen, das kann bei uns verbessert werden, Chefs sagen, das kann bei uns verbessert werden.
00:55:56: Und das ist tatsächlich auch ein entscheidender Faktor, miteinander ins Gespräch zu gehen
00:56:02: und sich gemeinsam Weg zu suchen, weil das vergisst man häufig, glaube ich,
00:56:06: dass man im gleichen Boot sitzt.
00:56:08: Ja, denn es gibt ja manchmal Reibungspunkte von Mitarbeitern mit Chefs, dass sie sagen,
00:56:12: ja, mein Chef ist doof oder auch meine Mitarbeiter machen nicht das, was ich mir vorstelle und so weiter.
00:56:16: Und im Endeffekt sage ich dann immer, ihr sitzt doch im gleichen Boot
00:56:20: und dann überlegt euch doch gemeinsam Weg.
00:56:23: Das funktioniert eben auch nur bei gegenseitiger Wertschätzung und Respekt.
00:56:29: Ich erlebe das zum Beispiel auch im Praxengemeinschaften.
00:56:32: Wenn du dann manchmal sagst, du hast da drei Inhaber, alle drei gleichberechtigt
00:56:37: und dann sitzen die da und vielleicht haben sie alle eine unterschiedliche Vorstellung,
00:56:41: wie ihre Zukunft im Unternehmen aussehen soll.
00:56:44: Und dann gibt es da große Interessenskonflikte.
00:56:47: Vielleicht auch manchmal geschuldet, weil sie in unterschiedlichen Lebensdekaden leben.
00:56:52: Der eine ist jetzt schon 50 und der andere ist vielleicht 20.
00:56:56: Und dann gibt es Konflikte.
00:56:58: Dann wird wahrscheinlich auch das Problem sein, der eine sagt den Mitarbeitern das,
00:57:02: der andere sagt den Mitarbeitern das und dann herrscht da auch Verwirrung.
00:57:06: Das ist manchmal ja mit Klarheit vor Verständnis.
00:57:09: Ja, und wir haben es wieder dann bei den Mitarbeitern.
00:57:11: Genau, und da ganz wichtig, gut, dass es noch mal anspricht,
00:57:14: wenn ich ein Führungsteam bin, dann ist wichtig erstmal genau das,
00:57:18: was du sagst, du machst Klarheit untereinander.
00:57:20: Wer hat welche Rolle, wer will wohin?
00:57:23: Und sich dann erstmal als Führungsteam einig zu sein,
00:57:26: wenn du als Führungsteam schon nicht einig bist.
00:57:28: Na ja, wie soll sich dann das Team eigentlich sein?
00:57:31: Kann nichts Gutes bei rauskommen.
00:57:33: Ja, was ist denn so das Fazit aus dem heutigen Wissenstransfer von Tim?
00:57:40: Ja, das müssen wir eigentlich nochmal Tim fragen.
00:57:44: Ich habe aber auch noch eine Frage, die ich dir noch mal gerne stellen würde,
00:57:48: wenn ich dir hier sitzen habe.
00:57:50: Es hören ja vielleicht auch junge Leute zu
00:57:52: oder Leute, die sich hin zur Führungskraft noch entwickeln möchten.
00:57:55: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen, was mache ich,
00:57:57: wenn ich schon Führungskraft bin, beschäftige mich mit mir selber.
00:58:00: Das ist zum Beispiel jetzt schon mal so ein kleines Fazit.
00:58:02: Ich beschäftige mich mit mir selber, beschäftige mich mit den Mitarbeitern.
00:58:04: Schauen wir das Betriebsklima an.
00:58:06: Wie kann ich...
00:58:07: Persönlichkeitsentwicklung, oder?
00:58:08: Persönlichkeitsentwicklung, ganz wichtig.
00:58:10: Wie kann ich mich denn jetzt selbst zur Führungskraft entwickeln?
00:58:15: Das heißt, keine Ahnung, vielleicht bin ich jetzt Physiotherapeut,
00:58:17: aber man möchte langfristig Führungskraft sein.
00:58:19: Oder ich bin jetzt auch schon Führungskraft,
00:58:21: aber möchte jetzt meine Skills in der Führung entwickeln.
00:58:23: Was werden denn jetzt nochmal abschließen,
00:58:25: auch die praktischen Schritte, die ich da gehen kann?
00:58:28: Ja, also erstmal ist eben für mich wichtig, sich zu fragen,
00:58:31: will ich wirklich Führungskraft sein?
00:58:33: Was heißt das und will ich das wirklich sein?
00:58:35: Denn oft erlebe ich es auch, dass die Leute sagen,
00:58:37: ich möchte mich mit Führungskraft sein.
00:58:39: Wenn man es dann so ein bisschen hinterfragt, warum denn?
00:58:41: Möchtest du Menschen führen?
00:58:42: Ja, vor allem möchte ich mehr Geld verdienen.
00:58:44: Oder ich möchte nicht mehr an der Bank stehen.
00:58:47: Also sich wirklich erstmal bewusst zu hinterfragen,
00:58:49: will ich wirklich Führungskraft sein?
00:58:51: Oder will ich einfach nur mehr Geld verdienen?
00:58:53: Oder will ich vielleicht was anderes machen?
00:58:55: Also das erstmal wirklich sich bewusst zu machen,
00:58:57: was ist Führung auch?
00:58:59: Reflektieren und recherchieren, ne?
00:59:01: Ja, reflektieren, recherchieren, genau zu fragen,
00:59:03: will ich wirklich Führen?
00:59:04: Und vielleicht kann ich das auch,
00:59:06: zum Beispiel mal im privaten Anzug gucken.
00:59:08: Führe ich da vielleicht schon, ne?
00:59:10: Weil wir haben ja gesagt, du bist es entweder oder du bist es nicht.
00:59:14: Da zählt mir eins ein, also auf den Punkt gebracht.
00:59:16: In unserem Gespräch habe ich so überlegt,
00:59:19: am Ende, guck mal, wenn ich mich selbstständig mache,
00:59:22: bin ich ja einfach selbsternannte Führungskraft.
00:59:24: Ich bringe überhaupt keine Fähigkeiten dafür mit.
00:59:26: In diesem Titel habe ich mir jetzt einfach gekauft,
00:59:30: durch meine Selbstständigkeit,
00:59:32: bin selbsternannte Führungskraft.
00:59:34: Und umgekehrt in der zweiten Führungsebene,
00:59:37: die sind ja auch meistens ernannt worden dazu.
00:59:40: Das haben wir ja auch schon mehrfach genannt in dem Folgen davor.
00:59:43: Am Ende, wie wirst du zur Führungskraft?
00:59:45: Du wirst ja ernannt, keiner fragt,
00:59:47: hast du überhaupt die Fähigkeiten dafür?
00:59:49: Und wo hast du die eigentlich angeeignet dafür?
00:59:51: Warst du im Bootcamp oder was weiß ich was?
00:59:54: Nein, ich bin der kompetenteste in dem Fachbereich.
00:59:58: In der beste Physio hier.
01:00:00: Ich bin der beste Physio hier.
01:00:02: Und runtergebrochen, so wie ich gesagt habe,
01:00:05: so ist es ja auch bei dem, der jetzt da der Big Boss ist.
01:00:08: Und man ist selbsternannt.
01:00:10: Ich glaube, Fazit heute hier raus muss ja sein,
01:00:13: ich muss in mir selbst dann auch investieren
01:00:15: in diese Fähigkeit der Unternehmensführung.
01:00:17: Genau.
01:00:18: Das heißt tatsächlich einmal, die Grundentscheidung zu treffen,
01:00:20: will ich wirklich führen.
01:00:22: Wenn du die getroffen hast, dann zu gucken,
01:00:24: was bringe ich vielleicht schon mit.
01:00:26: Also was beinhaltet Führung, auch da sich zu informieren.
01:00:29: Viele Punkte haben wir schon angesprochen,
01:00:31: dann zu gucken, was davon kann ich schon,
01:00:33: was bringe ich mit, was muss ich noch entwickeln
01:00:35: und dann eben sich selbst entwickeln.
01:00:38: Und das kann man ja vielleicht auch schon mit kleineren Aufgaben,
01:00:41: dann vielleicht mit seinem jeweiligen Chef sprechen,
01:00:43: du, ich würde gerne auf Dauer auch dich ein bisschen
01:00:46: in der Führung unterstützen, in den und den Bereichen
01:00:49: und dann klein anfangen auch.
01:00:51: Genau, klein anfangen.
01:00:53: Wissen, aneignen, Bücher lesen.
01:00:55: Zum Beispiel "Gutes Buch".
01:00:57: "Coaching".
01:00:58: "Coaching", ja, genau.
01:01:00: "Gutes Buch" ist "Fünf Rollen einer Führungskraft"
01:01:02: von Vlad Yachenko.
01:01:04: Was ich auch gut finde,
01:01:06: ist generell mit Menschen umzugehen,
01:01:09: Respekt von René Bourbonus.
01:01:11: Also generell lesen, hier stehen ja auch viele Bücher.
01:01:14: Sehr geil.
01:01:16: Bin Buchempfehlung, wollte ich noch fragen.
01:01:18: Können die Leute hier nicht sehen.
01:01:21: Ja, gut, sollten sie mal sehen.
01:01:23: Und zum Beispiel auch "Change Management",
01:01:26: also Veränderungsmanagement, womit Führung ja immer zu tun hat,
01:01:29: das Pinguin-Prinzip mag ich sehr, von John Cotter.
01:01:32: Da geht es tatsächlich um Veränderungsmanagement,
01:01:35: aber in einer Pinguin-Geschichte verpackt.
01:01:37: Und das ist ja auch wieder was, Führung muss ja nicht immer trocken sein.
01:01:40: Ja, auch Spaß machen.
01:01:42: Ja, klar.
01:01:43: Und das erlebe ich aber auch oft das allem,
01:01:45: das muss immer so trocken sein und ernsthaft und so.
01:01:47: So wie es die Ernsthaftigkeit sollte da sein,
01:01:49: aber man kann es auch entspannend machen.
01:01:51: Also weiterbilden, lesen, dann kleinen Anfangen
01:01:54: und einfach auch die Bereitschaft erklären,
01:01:57: Verantwortung zu übernehmen als Angestellter.
01:02:00: Und ich glaube, die wenigsten Chefs sagen dann,
01:02:03: ne, du nicht.
01:02:05: Und den kann auch einfach schon so ein bisschen zeigen,
01:02:08: wie man auch führen würde am Ende.
01:02:11: Ja, genau.
01:02:12: Aber du hast jetzt gesagt, mit dabei,
01:02:14: ehrlich gesagt, das, was du gerade gesagt hast,
01:02:16: auf den Inhaber Verantwortung zu übernehmen.
01:02:18: Ja.
01:02:19: Und das heißt ja auch, Entscheidungen zu treffen.
01:02:21: Ich finde, das ist immer so das, was mir häufig begegnet,
01:02:24: dass die Menschen nicht bereit sind,
01:02:26: Veränderungsprozesse zuzulassen,
01:02:28: obwohl alles danach schreit.
01:02:30: Und sie dann eher die Entscheidung treffen,
01:02:32: das aussitzen zu wollen und mit allen Konsequenzen,
01:02:35: die da dranhängen.
01:02:37: Und ich finde, das zeichnet ja auch eine echte Unternehmensführung aus,
01:02:41: dass sie innovativ begreift,
01:02:43: als etwas, was dauerhaft stattfinden muss.
01:02:45: Ja.
01:02:46: Und was nicht irgendwie temporär zu sehen ist.
01:02:49: Sondern ich muss innovativ bleiben.
01:02:51: Das heißt, Veränderungsprozesse werden mich,
01:02:53: solange dieses Unternehmen existiert, begleiten.
01:02:56: Weil ich habe Menschen unterschiedliches Kolore.
01:02:58: Ich muss mich immer wieder neu anpassen
01:03:00: und die Menschen mitnehmen auf diese Reise.
01:03:02: Also, pff.
01:03:04: Das ist so was, das begegnet mir sehr häufig,
01:03:06: wo ich dann sage, okay,
01:03:08: treffe jetzt eine Entscheidung.
01:03:10: Und dann so, mh, mh, mh.
01:03:12: Also, sich dann auch selber weiterbilden,
01:03:14: am Zahn der Zeit bleiben.
01:03:16: Auch mit der Führung aktuell zu bleiben.
01:03:18: Und so wie Tim gesagt hat, es können ja kleine Schritte sein.
01:03:21: Man muss ja nicht gleich alles auf einmal über den Haufen werfen, ja.
01:03:24: Und mittlerweile hat man ja auch die Möglichkeit,
01:03:26: gefühlt alles online zu lernen.
01:03:28: Also, ich war jetzt letztens auf der,
01:03:30: ich habe letzten Kurs über Computer Science auf Harvard gefunden,
01:03:33: den du einfach kostenlos machen kannst
01:03:35: und dir zwölf Wochen Harvard-Vorlesungen reinziehen kannst.
01:03:38: Aber ich recherchiere, was gibt es noch für Kurse.
01:03:40: Das ist eine geile Kurse zum Thema Führung
01:03:42: von den besten Professoren der Welt.
01:03:44: Und das ist für mich einfach super wertvoll.
01:03:48: Und da kann man super dankbar sein,
01:03:50: dass man auch in dieser Zeit lebt
01:03:52: und alles online lernen kann, was man möchte eigentlich.
01:03:55: Ja, da geht es halt darum, das zu wollen
01:03:57: und für sich zu sagen, so,
01:03:59: das ist der Weg, den ich gehen möchte.
01:04:01: Und dann findest du da auch Möglichkeiten.
01:04:03: Und ich glaube, das ist eben das Entscheidende
01:04:05: für sich selber zu entscheiden.
01:04:07: So möchte ich diesen Weg gehen.
01:04:09: Und dann findest du da eben auch
01:04:11: an allen möglichen Stellen Unterstützung.
01:04:13: Ja, auf jeden Fall.
01:04:15: Einmal kurz zwischendurch für alle, die sich wundern,
01:04:17: dass Thomas gar nicht mehr da zu hören ist gerade.
01:04:20: Und es hat gerade die Technik ein Streich gespielt.
01:04:22: Und jetzt sitzen gerade noch Tim und ich hier,
01:04:24: weil Thomas in seiner nächsten Betriebsanalyse ist.
01:04:27: Das ist alles live, Leute.
01:04:29: Alles live, apropos Betriebsanalyse.
01:04:31: Da können wir perfekt einmal zum Abschluss kommen.
01:04:33: Falls ihr Unterstützung braucht,
01:04:35: macht eine kostenlose Betriebsanalyse mit Thomas.
01:04:38: Thomas, das könnt ihr auf der Website finden.
01:04:41: Wir verlinken das in den Show Notes.
01:04:43: Meldet euch bei Tim für sein Coaching.
01:04:45: Wir haben nochmal in den Show Notes auch verlinkt.
01:04:48: Wir stellen euch zur Verfügung eine PDF,
01:04:50: in der ihr einen Selbsttest machen könnt,
01:04:52: den Tim ausgearbeitet habt
01:04:54: und zu schauen, was für eine Führungskraft seid ihr.
01:04:57: Genau.
01:04:59: Und alles in den Show Notes verlinkt,
01:05:01: like den Podcast, abonniert.
01:05:03: Tim, hast du noch ein Schlusswort für uns?
01:05:05: Ja, gerne.
01:05:07: Also in dem Self-Check PDF geht es tatsächlich nochmal drum,
01:05:09: euch so ein bisschen zu reflektieren.
01:05:11: Vielleicht eure Sicht auf Führung mal ein bisschen
01:05:14: durcheinander zu würfeln,
01:05:16: euch einfach nochmal so ein bisschen anderen Blickwinkel zu geben.
01:05:19: Und genau, wenn ihr da gerne noch ein bisschen mehr Unterstützung haben wollt,
01:05:23: meine Mail Adresse ist da auch mit dabei.
01:05:26: Ihr könnt euch gerne melden.
01:05:28: Und genau, also ich würde gerne aufhören
01:05:31: mit meinem Lieblings-Zitat zum Thema Führung.
01:05:34: Und zwar, gute Führung ist das Erschaffen einer Welt,
01:05:38: wo die Menschen dazugehören wollen.
01:05:40: Denn ich finde, da ist einfach so viel drin,
01:05:43: das zeigt, was Führung alles ist
01:05:45: und eben so viel mehr als ich sage Leuten,
01:05:48: wo es lang geht oder ich sage Leuten, was sie machen sollen.
01:05:51: Einfach, dass ich glaube,
01:05:53: dass das für viele Führungskräfte da draußen unheimlich wertvoll ist,
01:05:57: ihren Blick auf Führung nochmal so ein bisschen anders auszurichten.
01:06:01: Super Schluss-Zitat.
01:06:03: Damit verabschieden wir uns bis zur nächsten Folge.
01:06:05: Fühlt euch gedrückt von Thomas.
01:06:07: Tim, danke, dass du da warst.
01:06:09: Danke, dass ich da sein durfte.
01:06:11: Und wir sehen uns in der nächsten Folge.
01:06:13: Ciao, ciao.
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